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Preis der Leipziger Buchmesse 2007 - 25/06/07

Die Preisträger stehen fest

Seit Donnerstagnachmittag steht fest, wer den "Preis der Leipziger Buchmesse" gewonnen hat: Ingo Schulze (Belletristik), Saul Friedländer (Sachbuch) und Swetlana Geier (Übersetzung).

Martin Lüdke (Juryvorsitzender) im Gespräch mit den Preisträgern
(Real Video)

Die Jury unter dem Vorsitz von Martin Lüdke (SWR) entschied sich unter den 15 nominierten Kandidaten für folgende Autoren:

Belletristik: Ingo Schulze für "Handy. Dreizehn Geschichten in alter Manier"

Ingo Schulze
© arte
Ingo Schulze
Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren, studierte Klassische Philologie und arbeitete als Dramaturg und Zeitungsredakteur. Seit 1993 lebt er in Berlin. Die Jury über ihre Entscheidung: "In beiläufigem, scheinbar kunstlosem Ton entwirft Schulze Alltagssituationen, die unvermittelt eine existentielle Dimension offenbaren und die gesellschaftlichen Umbrüche unserer Gegenwart sichtbar machen".

Berlin Verlag, 2007
ISBN-10: 3827007208
ISBN-13: 978-3827007209



Sachbuch/Essayistik: Saul Friedländer für "Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden 1939 - 1945"

Saul Friedländer
© arte
Saul Friedländer
Saul Friedländer, 1932 in Prag geboren, ist heute emeritierter Professor für Geschichte an den Universitäten von Tel Aviv und California (Los Angeles). Er ist Verfasser mehrerer Bücher über das nationalsozialistische Deutschland und über den Zweiten Weltkrieg.

Verlag: Beck, 2006
ISBN-10: 3406549667
ISBN-13: 978-3406549663



Übersetzung: Swetlana Geier für die Übersetzung "Ein grüner Junge" von Fjodor Dostojewskij

Swetlana Geier
© arte
Swetlana Geier für die Übersetzung "Ein grüner Junge" von Fjodor Dostojewskij
Swetlana Geier, geboren 1923 in Kiew, arbeitete in der Sowjetunion als Dolmetscherin und Übersetzerin. 1943 Übersiedelung nach Dortmund. Seit 1957 arbeitet sie als Übersetzerin und Dozentin in Freiburg und Karlsruhe. In "Ein grüner Junge" schüttele sie jede Sprödigkeit von der Sprache ab, hole Dostojewskij in unsere Sprachwelt und nähere sich seiner eigenen Intention an, so die Jury über ihre Entscheidung.

Verlag: Ammann, 2006
ISBN-10: 3250104337
ISBN-13: 978-3250104339



Folgende Autoren und Übersetzer waren für den Preis nominiert:

Ingo Schulze: Handy, Dreizehn Geschichten in alter Manier (Berlin Verlag)
© Berlin Verlag
Ingo Schulze: Handy, Dreizehn Geschichten in alter Manier
Kategorie: Belletristik

Werner Bräunig (gest. 1976): Rummelplatz
(Aufbau Verlag)
Wilhelm Genazino: Mittelmäßiges Heimweh
(Carl Hanser Verlag)
Wolfgang Schlüter: Anmut und Gnade
(Eichborn/Die Andere Bibliothek)
Ingo Schulze: Handy. Dreizehn Geschichten in alter Manier
(Berlin Verlag)
Antje Rávic Strubel: Kältere Schichten der Luft
(S. Fischer Verlag)


Kategorie Sachbuch/Essayistik
Saul Friedländer: Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden 1939-1945 (Verlag C.H. Beck)
© Verlag C.H. Beck
Saul Friedländer: Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden 1939-1945

Saul Friedländer: Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden 1939-1945
(Verlag C.H. Beck)
Josef Haslinger: Phi Phi Island - Ein Bericht
(S. Fischer Verlag)
Günther Rühle: Theater in Deutschland 1887-1945. Seine Ereignisse - seine Menschen
(S. Fischer Verlag)
Bernd Stöver: Der Kalte Krieg. Geschichte eines radikalen Zeitalters 1947 - 1991
(Verlag C.H. Beck)
Christina von Braun: Stille Post. Eine andere Familiengeschichte
(Propyläen Verlag)


© Ammann Verlag
Swetlana Geier: Ein grüner Junge (Fjodor Dostojewskij)
Kategorie Übersetzung

Swetlana Geier: Ein grüner Junge (Fjodor Dostojewskij)
(Ammann Verlag)
Gunhild Kübler: Gedichte (Emily Dickinson)
(Carl Hanser Verlag)
Rainer G. Schmidt: Clarel. Ein Gedicht und eine Pilgerreise ins Heilige Land (Herman Melville)
(Jung und Jung)
Hinrich Schmidt-Henkel: Ravel (Jean Echenoz)
(Berlin Verlag)
Andreas Tretner: Das heilige Buch der Werwölfe (Victor Pelewin)
(Luchterhand Literaturverlag)


Vorgeschlagen in der Kategorie Sachbuch:
Christina von Braun's Stille Post
Lesen Sie dazu eine Rezension von Ariane Thomalla


Am 23.3.2007 um 14.00 Uhr am ARTE Stand:
Martin Lüdke im Gespräch mit den Preisträgern

Erstellt: 21-03-07
Letzte Änderung: 25-06-07