Spätere Samuraifilme, insbesondere Produktionen nach dem Zweiten Weltkrieg, konzentrierten sich auf düstere, gewalttätige Charaktere. Die Filme wurden Action-betonter und "körperlicher". In Samurai-Epen wurde der kriegerische Aspekt, wurden Tod und Gewalt, gleichsam psychologisch ausgelotet.
Vor allem dem Regisseur Akira Kurosawa gelang die Stilisierung durch Übertreibung. Der Samurai wurde in Folge zum Einzelkämpfer, zum einsamen mit psychologischem Ballast beladenen (Anti-)Helden, im moralischen Zwiespalt mit den eigenen kämpferischen Fähigkeiten.


Zeitlich verortet ist das Genre inhaltlich überwiegend in der Edo- oder Tokugawa-Ära (1603-1868), dem japanischen "Zeitalter des Kriegeradels". Das Leben der Samurai folgt klaren festgelegten Regeln, es handelt sich um einen allumfassenden Lebensstil. Viele Samuraifilme konzentrieren sich auf das Ende der Edo- oder Tokugawa-Epoche und verhandeln die Schwierigkeiten herrenloser Samurai, sogenannter "Rōnin", mit den gesellschaftlichen Veränderungen und der resultierenden veränderten Wahrnehmung ihres Standes in der Gesellschaft zurechtzukommen.
Samuraifilme wurden beständig bis in die frühen 1970er Jahre hergestellt, dann setzten das thematische Überangebot im Fernsehen, das hohe Alter der früheren Stars des Genres und die allgemeine Stagnation der japanischen Filmindustrie dem großen Erfolg ein Ende.
Doch das Genre lebt fort. Neuere Produktionen wie Takeshi Kitanos "Zatôichi" aus dem Jahr 2003 und Filme von Yoji Yamada pflegen die Tradition.
Simon Ofenloch






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