War Österreich bisher ein blinder Fleck in der experimentellen Musiklandschaft, wird sich dies nun mit der Formation Radian ändern.
Transistor
Nord
Noch größtenteils unentdeckt von der internationalen Musikszene hat sich in Wien eine kleine feine Community gebildet, in der mit elektronischer Musik und Jazz experimentiert und gejammt wird. Ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt bilden die Musiker der Formation Radian, die in mehreren nationalen Bandprojekten wie z.B. Trapist involviert sind, das Label Mosz betreiben oder mit internationalen Musikern wie John Butcher und Otomo Yoshihide zusammenarbeiten. Für ihr drittes Album „Juxtaposition“ konnten sie den Produzenten und Tortoise-Musiker John McEntire gewinnen. Der Albumtitel erschließt sich aus Radians Art Samples in ihr Live-Set einzubauen. Zuerst wurden einzelne Bass-, Gitarre-, Schlagzeug-, Vibraphon- und Marimbaphon-Sounds gesampelt, um sie dann elektronisch zu modifizieren. Live können diese nun angetriggert und gleichwertig wie ein weiteres Instrument neben Bass, Schlagzeug und Synthesizer eingesetzt werden. Als sich Radian auf den Weg zu McEntires legendärem Soma-Studio machten, hatten sie ihr gesamtes elektronisches Equipment im Gepäck, um dieses Sound-Konzept auch im Studio umsetzen zu können. Und das ist ihnen gelungen. Kongenial fing McEntire die elegischen Arrangements von Martin Brandlmayr, Stefan Nemeth und John Norman ein, die den einzelnen Klängen und Sounds viel Raum überlassen. Aber vor allem eröffnen die Aufnahmen dem Hörer ungewohnte akustische Genüsse, durch die symbiotische Verwendung der analogen und elektronischen Klangquellen in fast freier Improvisation.
Matthias Schneider
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Radian
"Juxtaposition"
Thrill Jockey / Rough Trade / Discograph
www.radian.at







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