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El Bantu (Real Audio, 2'19'')
Do You Dig It (Real Audio, 2'30'')
Soul Drummers (Real Audio, 3'52'')Im Gegensatz zu berühmten lateinamerikanischen Perkussionisten seiner Zeit, wie Cándido Camero, Mongo Santamaría und Patato Valdés, machte Ray Barretto seine ersten musikalischen Erfahrungen im Jazz. Es war Dizzy Gillespies „Manteco“, das Barretto während des II. Weltkriegs erstmals in Deutschland hörte und Chano Pozos Spiel, das ihn inspirierte, Percussion zu erlernen. Zurück in den USA kaufte Barretto sich die ersten Congas, übte fleißig und spielte bereits wenige Jahre später unter anderem mit Max Roach, Charlie Parker, Art Blakey und Herbie Man.
Das Jahr 1967 stellte für Ray Barretto einen entscheidenden Wendepunkt seiner Karriere dar. Barretto unterschrieb bei Fania Records, die erste Adresse für Afro-Latin-Musik. Der Labelbetreiber Gerald Masucci verpflichtete zunächst aus finanziellen Gründen Bands aus der New Yorker South Bronx, auch Spanish Harlem genannt, mit vornehmlich kubanischen Exilmusikern. Verwurzelt in der lateinamerikanischen Musik und aufgewachsen mit dem Soul und Jazz der neuen Heimat, zeichnete die Bands ein neuer Musikstil aus, der Nuyorican Sound. Als Masucci mit seinen Bands Erfolg hatte, machte er die Notlösung zu seinem Konzept. Und neben Barretto zog die Melange aus afro- und lateinamerikanischer Musik auch die Perkussionslegende Tito Puente und den Afro-Jazzer Manu Dibango an.
Barrettos Alben repräsentieren sowohl die musikalische Entwicklung des Congaspielers als auch die Geschichte von Fania Records. Die Kompilation „Que Viva La Musica“ eröffnet mit Barrettos Latin-Soul-Hit „El Watusi“, der seine Karriere als Bandleader begründete und die er mit den Songs „Do you dig it“ und „007“ ausbauen konnte. Waren seine Songs um die 70er Jahre noch von Boogaloo, Soul und Funk geprägt, setzte er sich über die Jahre hinweg immer mehr mit Salsa auseinander, den er mit Jazz-Elementen anreicherte, wie auf dem Album „Indestructible“ zu hören ist.
Ray Barrettos musikalische Offenheit war wegweisend, ebnete er doch den Weg für Musiker, wie zum Beispiel Carlos Santana. Zeit seines Lebens durchstöberte Barretto neugierig die Verbindungen zwischen der afrikanischen und lateinamerikanischen Musik und führte Jazz, Soul, Funk und Salsa wieder zu ihrem gemeinsamen Ursprung zurück, dem Rhythmus Afrikas.
Matthias Schneider







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