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360° - GEO Reportage

Die Reportagereihe zeigt die aufregende Arbeit und den spannenden Alltag außergewöhnlicher Menschen.

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360° - GEO Reportage

Die Reportagereihe zeigt die aufregende Arbeit und den spannenden Alltag außergewöhnlicher Menschen.

360° - GEO Reportage

SAMSTAG, 16. APRIL 2005 UM 22.10 UHR - 29/03/05

Der Rentier-Trek

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Reportage von Michael Hutchinson
Großbritannien 2000, ARTE, 26 Min.


"360º - Die Geo-Reportage" begleitet einige Hirten des Nomadenvolks der Sámi und ihre Rentierherden im Norden Skandinaviens und geht der Frage nach, ob die Traditionen dieses Volkes in der modernen Welt noch eine Chance haben.

Im Norden Skandinaviens besteht seit Jahrtausenden eine enge Partnerschaft zwischen den großen Rentierherden und ihren Hirten, dem Nomadenvolk der Sámi. Einst folgten die Sámi ihren Herden zu Fuß durch die Weite der westlichen Finnmark, heute rasen sie mit Schneemobilen durch die Tundra, um ihre Herden zu hüten. Nils Peter Gaup ist einer von 4.000 norwegischen Sámi, die von der Rentierzucht leben. Im Wochenrhythmus wechselt er sich mit seinem Bruder Mathis ab und tauscht sein Haus gegen eine kleine Hütte auf Kufen, die per Schneemobil zum neuen Standort der Herde geschleppt wird. In den letzten Jahrzehnten haben sich eine Reihe sámischer Hirten zu Großproduzenten für Rentierfleisch entwickelt. Allein in Norwegen gibt es 180.000 Rentiere, fast die Hälfte davon in der Tundra der westlichen Finnmark. Die Zahl der Tiere ist inzwischen so stark angestiegen, dass die Flechten - die Hauptnahrung der Tiere - kaum noch nachwachsen können. Der Staat verlangt daher von den Hirten, ihre Herden zu verkleinern. Dadurch sehen sich die Sámi in ihrer Existenz bedroht. Doch die Probleme der norwegischen Sámi sind klein im Vergleich zu den Sorgen ihrer schwedischen Volksgenossen. Ihnen soll von den privaten Waldbesitzern das jahrhundertealte Weiderecht in den Wäldern Zentral-Schwedens per Gerichtsurteil genommen werden. Retten kann sie nur noch eine Konvention der internationalen Arbeitsorganisation, die den einheimischen Völkern auch den Zugang zu traditionellen Weideflächen garantieren würde.

Erstellt: 29-03-05
Letzte Änderung: 29-03-05