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Vom Nördlichen Breitmaulnashorn gibt es weltweit nur noch zwei fortpflanzungsfähige Weibchen. Überließe man die Rasse sich selbst, wäre sie in der Wildnis wohl binnen eines Jahrzehnts ausgestorben. Eine vierstündige Operation zur künstlichen Befruchtung könnte die gesamte Art vor dem Aussterben retten, vorausgesetzt, das Tier übersteht den Eingriff. Wer ein 4.000 Kilo schweres Nashorn künstlich befruchten will, braucht neben dem spezifischen Know-how auch die geeignete Ausrüstung. In freier Wildbahn dauert die Paarung wilder Nashörner eine Stunde lang. Thomas Hildebrandt und sein Berliner Team können ein Nashorn innerhalb von zehn Minuten künstlich befruchten. Dabei wenden sie eine Technologie an, die ursprünglich zur Behandlung von Unfruchtbarkeit beim Menschen entwickelt wurde.
Thomas Hildebrandt setzte als erster die Ultraschalltechnik zur künstlichen Befruchtung von Elefanten ein. Unter normalen Bedingungen erweist sich dieser Vorgang als kompliziertes Unterfangen. Mit Hilfe des Ultraschallgeräts erzielt Thomas Hildebrandt jedoch eine außerordentlich hohe Trefferquote. Und sobald Hormontests beim Tier eine Schwangerschaft ankündigen, kann er das 25 Zentimeter lange Elefantenbaby mit derselben Ausstattung gleich von Beginn der 16-monatigen Tragezeit an beobachten und filmen.Betsy Dresser vom Audubon Institute in New Orleans vertraut auf eine andere Technologie. Sie ist überzeugt, dass Klonen die einzige Zukunftsperspektive für bedrohte Wildtiere ist. Bisher klonte sie mit Erfolg afrikanische Wildkatzen. Das Klonen anderer bedrohter Tierarten ist allerdings schwieriger. Die Dokumentation zeigt die Wissenschaftlerin bei dem Versuch, eine seltene Bengalkatze zu klonen.
Wiederholungen : 07.04.2008 um 12.00 Uhr






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