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22.02.2008 - 23.10 / 23.02.08 - 00.00 : Tracks - 21/02/08

Robot Lovers

Die Faszination für Roboter existiert schon seit Jahrzehnten. Kein Wunder, dass die Lovestory Mensch-Humanoid nicht mehr aufzuhalten ist.
Ist die Realität dem Science Fiction sogar schon einen Schritt voraus?

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In Ridley Scotts Film Blade Runner sind die versklavten Androiden so perfekt konstruiert, dass man sie kaum noch von den Menschen unterscheiden kann. Als die Androiden erkennen, dass ihre Lebensdauer auf vier Jahre beschränkt ist, versuchen sie, sich die Modifizierung ihrer Programme zu erkämpfen. Auf der Erde beginnt eine unerbittliche Jagd auf die rebellischen Menschmaschinen.

"Blade Runner" geht auf Philip K. Dicks Roman “Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ aus dem Jahr 1966 zurück. Doch von einer Roboter-Rebellion, wie der amerikanische Autor sie sieht, sind wir noch weit entfernt. Ganz anders verhält es sich mit den Utopien von Isaac Asimov. Der Populärwissenschaftler und Doktor der Biochemie stellt in den 40er Jahren drei grundlegende Regeln für das Zusammenleben zwischen Mensch und Roboter auf.
 
„Das erste Gesetz besagt, dass ein Roboter keinem Menschen direkt, oder indirekt Schaden zufügen darf. Das zweite lautet, der Roboter muss den Befehlen der Menschen gehorchen, außer, sie stehen in Konflikt mit dem ersten Gesetz. Nach dem dritten Gesetz muss der Roboter seine eigene Existenz schützen, solange dies nicht in Konflikt mit den ersten beiden Gesetzen steht.“

Asimovs Regeln sind Grundlage einer Gesetzesvorlage des südkoreanischen Informationsministeriums zum ethischen Umgang mit Robotern. Die erste allgemeine Erklärung der Roboterrechte greift so einer angeblich bevorstehenden Bewusstseinsnahme der Maschine vor. Die Invasion der Roboter ist in vollem Gange - Bürohilfe, Wachpersonal, Altenpflege, Kindermädchen… In Japan werden die Kosten für den Seniorenroboter schon zu 25 % vom Staat getragen.

Bruno Maisonnier ist fasziniert von den Robotern. Mit ihren Vorfahren, den Automaten, haben die allerdings nicht mehr viel gemeinsam. Der tschechische Schriftsteller Karel Čapek spricht 1920 als erster vom “Roboter“, abgeleitet vom Wort "robota", “Fronarbeit“. In seinem Schauspiel rebellieren die Maschinen gegen die Menschheit. Revolutionär! Inzwischen hat die Wirklichkeit die Fiktion übertroffen und Karel Čapeks Roboter erwachen zum Leben. Schon bald werden Maschinen schneller rennen als Carl Lewis, argumentieren wie Immanuel Kant, und vielleicht sogar davon träumen, uns los zu werden. Eine Möglichkeit, die auch Stanley Kubrick in seinem Film “2001: Odyssee im Weltraum“ thematisiert.

Für Bruno Maisonnier gibt es keinen Zweifel: Der Roboter ist der beste Freund des Menschen. Seit vier Jahren widmet er sich ausschließlich der Entwicklung von Europas führendem Haus- und Unterhaltungs-Humanoiden. Nao bewacht das Haus, spielt Poker, erzählt Gute- Nacht-Geschichten und ist auch gerne mal beleidigt, wenn er vernachlässigt wird. Im Herbst 2008 soll der Roboter auf den Markt kommen - 57 cm groß und 1,4 kg schwer – ein echtes Arbeitstier. Im jungen Pariser Unternehmen Aldebaran Robotics wartet Nao auf seinen großen Auftritt. Doch keiner der 20 jungen Ingenieure, die ihn konstruiert haben, hat das Gefühl, das mit Nao der Weltuntergang eingeleitet wird. Naos Feuertaufe wird nächsten Sommer beim RoboCup in China stattfinden. Die bedeutende Fachmesse für künstliche Intelligenz versammelt seit 1996 alljährlich Roboterspezialisten und -Hersteller aus aller Welt. Deren Ziel ist es, ein Androidenteam zusammenzustellen, das 2050 den amtierenden menschlichen Fußballweltmeister schlagen kann. Hoffentlich hat Klinsi da noch nichts vor!

Solange sie uns nicht beim Fußball besiegen können, begnügen sich die Roboter damit, von uns gesammelt zu werden. Schon in 30 Jahren dürfte der Marktanteil von Androiden den von Autos deutlich übertreffen. Wir befinden uns in Robopolis in Paris, Europas erster Adresse für Robotik-Freaks. Der Inhaber Jérôme Damelincourt setzt auf Robosapiens und Unterhaltungs-Androiden.

Die Regierung Südkoreas begeistert sich allerdings für ein weniger harmloses Spielzeug. Schwarzeneggers Durchschlagskraft hat sie zwar noch nicht, aber ansonsten besitzt diese vom Verteidigungsministerium zum Schutz der Landesgrenzen georderte Kampfmaschine durchaus Terminator-Qualitäten. Dank eines Scanners mit vier Kilometern Reichweite gibt dieser Robocop nach der üblichen Warnung selbstständig gezielte Schüsse ab.

Dr. David Hanson, diplomierter Robotertechniker aus Texas, hat schon für die Disneystudios gearbeitet und eine Auszeichnung von der NASA erhalten. Seit Jahren setzt er alles daran, seinen Maschinen ein menschliches Gesicht zu verleihen und den mitfühlenden Roboter zu erschaffen. Seit er Flubber - ein Polymer, das Muskelbewegungen simuliert - entwickelt und mit Hightech-Sprachprogrammen kombiniert hat, fehlt nicht mehr viel zur perfekten Illusion. Blade Runner lässt grüßen.

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Links 
  • Allgemeines
>> RoboterNetz
>> Roboter Kategorie bei Wikipedia
>> Dossier über Robotik
DFKI-Labor in Bremen : Beispiele und Forschung

Isaac Asimov
>> Isaac Asimov FAQ
>> Isaac Asimov bei Wikipedia

Philip K. Dick
>> Offizielle Website von Philip K. Dick
>> Philipkdick.de
>> Philip K. Dick bei Wikipedia

Karel Čapek
>> Karel Čapek

  • Die Roboter von Tracks
Asimo
>> Asimo Website
Asimo sehen

Nao
>> Nao, der französischer Roboter
Nao sehen

Andy
>> Andy, der Sex Roboter

Les androïdes de David Hanson
>> Menschliche Roboter von Hanson

  • RoboCup
Die Fußballweltmeisterschaft für Roboter
>> Robocup Federation
>> Robocup German Open
>> Freiburgs Team


Buch
Love and Sex with Robots
The Evolution of Human-Robot Relationships
von David Levy
bei Harper Collins

Filme
2001 : Odyssee im Weltraumde von Stanley Kubrick
Blade Runner von Ridley Scott
Metropolis von Fritz Lang : 1927 kam der erst Roboter in die Kinos
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TRACKS
Freitag, den 22. Februar 2007 um 23.10 Uhr
Wiederholung am 23. Februar 2008 um 00.00 Uhr
Redaktion: Program33
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Erstellt: 20-02-08
Letzte Änderung: 21-02-08


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