Kaum eine Einrichtung des Orients hat die abendländischen Gemüter so erhitzt und zugleich soviel Abscheu und Faszination hervorgerufen wie der Harem islamischer Herrscher. Als der Außenwelt verborgenes, Fremden verwehrtes Frauengemach beflügelte der osmanische Harem die Fantasie westlicher Dichter, Schriftsteller, Maler und Komponisten. Jahrhunderte lang lebten Sultane und Odalisken , Eunuchen und Sklavinnen in strengster Abgeschiedenheit in ihrer eigenen Welt, im Harem.Der große Palast und der Harem sind eine Welt der Extreme. Es ist eine Brutstätte von Konflikten, wo es häufig zu Tragödien kommt, die die Schuldigen ebenso dahinraffen wie die Unschuldigen. Die Berichte von Morden und Vergiftungen unter den Haremsfrauen sind ohne Zahl. Wer waren diese Frauen? Woher kamen sie, welche Zukunft hatten sie? Was taten sie Tag für Tag in dieser hermetisch abgeschlossenen Welt? Gerade der Umstand, dass es so wenig konkretes Wissen über diese von hohen Mauern umgebenen Einrichtungen gibt, hat abenteuerliche Spekulationen zur Folge. Ausländische Botschafter, Künstler und Reisende berichteten über Geschichten, die sie von Händlerinnen, Dienerinnen oder Eunuchen gehört hatten, denen der Zugang in den Harem erlaubt war.
Das Archiv im Topkapi-Palast beherbergt eine Fülle von Dokumenten, die von den osmanischen Historikern am Hofe niedergeschrieben und Miniaturmalern bebildert wurden, von denen einige auch über den Harem und das Leben im Palast berichten. Basierend auf diesen Erzählungen und Dokumenten erzählt der Film von jenem geheimnisvollem Ort und der Sultanin Roxalena, die als russische Sklavin in den Harem des Palastes kam und zuerst zur kaiserlichen Konkubine, dann zur Herrscherin des Palastes aufstieg. Sie war eine der mächtigsten und faszinierenden Frauen, die im Serail lebten, liebten und herrschten. Sie war die erste Frau, die einen Sultan vor dem Gesetz heiratete und die uneingeschränkte Kontrolle über den Sultan Süleyman den Prächtigen und das Osmanische Reich hatte. Sie lebte ein Leben, aus dem eine Legende gewoben wurde.






per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

