Während des Mordens dienten den Tätern auch systematische Vergewaltigungen als Mittel zur Verbreitung von Angst und Schrecken. Schätzungen gehen von bis zu einer halben Million Opfern sexueller Gewalt aus.
Die meisten überlebten den Völkermord nicht. Viele der überlebenden Opfer wurden schwanger. Der Peiniger der Mutter und Vater des Kindes ist oft auch der Mörder ihrer gesamten Familie. Neun Monate nach den Massakern kamen Tausende Kinder zur Welt, entstanden aus Vergewaltigungen.
Die Kinder des Genozids sind heute 14 Jahre alt. Vierzehn Jahre, in denen ihre Mütter lernen mussten, die Vergangenheit als Teil der Familie zu akzeptieren.
Die deutsche Trauma-Therapeutin Kathrin Groninger arbeitet in Ruanda für den Deutschen Entwicklungsdienst. Sie leitet eine Gruppe zum Austausch von Müttern, die ein Vergewaltigungskind zur Welt gebracht haben.
Ein Team von Arte Reportage hat einige der Frauen getroffen, die die Erinnerung an den Genozid unauslöschlich in sich tragen.
Links im Zusammenhang mit der Reportage Ruanda: Die Kinder des Genozids :
- Deutscher Entwicklungsdienst (DED) in Ruanda, der zusammen mit dem ZFD das therapeutische Forum für die Frauen in Ruanda finanziert hat.
- Ziviler Friedensdienst (ZFD), der zusammen mit dem DED das therapeutische Forum für die Frauen in Ruanda finanziert hat.







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