
György Dalos: Der Vorhang geht auf.
Das Ende der Diktaturen in Osteuropa.
1989 war der Kommunismus endgültig bankrott. Die Sowjetunion überließ ihre Satellitenstaaten dem eigenen Schicksal, von der "sanften" Revolution in der CSSR bis zum Massaker in Bulgarien. György Dalos hat eine fazinierende Zusammenschau verfaßt.

Inzwischen wurde Dan Voinea vom Generalstaatsanwalt am Militärgericht zu dessen Stellvertreter degradiert. Ihm wurde sogar der Wechsel zum Zivilgericht nahe gelegt.
Dan Voinea hatte nicht unter Ceausescu gelitten. Im Gegensatz zu Nicoleta Matei, heute 34 Jahre alt, die mit Vater und Bruder ins Gefängnis und später in ein Umerziehungsheim gesperrt wurde. Bis heute eine traumatische Erfahrung für die junge Mutter. Oder der 36-jährige Catalin Giurcanu, der seinen Vater in den Revolutionswirren verlor, ihn erschossen im eigenen Wohnviertel fand. Sie erzählen, wie sie die Revolution von 1989 erlebt, wie sie gelitten haben und wie sie heute dafür kämpfen, dass die Verantwortlichen für die Toten und Verletzten nach 20 Jahren endlich vor Gericht gestellt werden. Einer der Verantwortlichen ist in ihren Augen der Nachfolger Ceausescus, Ion Iliescu. Als Befürworter der Perestroika unter Gorbatschow knüpfte er nach seinem Amtsantritt im Mai 1990 wieder enge Beziehungen zur Sowjetunion. Bis heute leugnet er jegliche Verbindung mit Moskau.
Filmemacherin Sylvia Nagel hat auch László Tökés besucht, den Pastor aus Temesvar und heutigen grünen Abgeordneten des Europa-Parlaments, vor dessen Haus die Revolution begann. Er hatte mit einem Interview bereits im Sommer 1989 die elenden Verhältnisse in Rumänien als einer der Ersten öffentlich gemacht.







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