Wegen des Konflikts und der gefährlichen Dauerkrise um Kaschmir gelangt er indes seit gut zwei Jahrzehnten nicht mehr auf den Markt. Jedenfalls nicht mehr der echte. Unter seinem Namen wird gefälschter Safran verkauft oder er wird gestreckt mit billigem iranischem Safran. Selbst in Indien, ja selbst vor Ort in der kaschmirischen Hauptstadt Srinagar ist echter Kaschmir-Safran nicht zu bekommen. Schon seit 500 v.C. wird das teuerste Gewürz der Welt in den Höhen Kaschmirs angebaut. Mark fährt nach Pampur, seit altersher Zentrum der Safranproduktion, zur Zeit der Safranernte. Nur dann und direkt vom Bauern kann er echten Kaschmir-Safran kaufen. Während der zweiwöchigen Blüte des Safran-Krokus (Crocus sativus) werden die violetten Blüten von Hand gepflückt. Jede Blüte enthält drei rote Blütennarben, die von Hand herausgezupft und getrocknet werden. Safran sind diese getrockneten Blütennarben. 75.000 Blüten ergeben 1 Kilo Safran. Als Mark den echten Safran in Händen hält, ist er hingerissen von Reinheit und Qualität des Gewürzes, und betroffen von der Tragödie der Bauern, die den Anbau nahezu aufgegeben haben. In New Delhi bereitet der Küchenchef des Shangri-La mit dem raren Stoff ein Safran-Parfait. Mark will das legendäre Gewürz wiederbeleben – wird es gelingen?-
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