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14/02/06

Sauna und Dampfbad

Gestärkte Abwehrkräfte durch Dampfbad und Sauna


Gesünder durch Sauna
Vor allem an kalten, ungemütlichen Tagen lockt die Sauna mit wohliger Wärme und einem "Anti-Stress-Programm". Das ist der pure Wohlfühlfaktor. Denn Sauna entspannt und erhöht die Stresstoleranz. Und das sollte man sich ab und zu gönnen. Wer allerdings regelmäßig (einmal pro Woche über mindestens sechs Monate) in die Sauna geht, hat Studien zufolge einen echten Gesundheitsvorteil.
Denn Saunieren verbessert die Durchblutung, stärkt durch abwechselndes Heiß-Kalt-Training das Immunsystem, macht die Gefäße elastischer, kann blutdruckregulierend wirken und wirkt positiv bei vielen Regulationsstörungen, wie Asthma bronchiale, Kopfschmerzen, Verstimmungen. Außerdem wird die Atemfunktion verbessert und die Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raums sowie der Atemwege sind besser durchblutet und damit widerstandsfähiger gegen Angriffe von Viren und Bakterien. So lässt sich der nächsten Erkältung ein Schnippchen schlagen.

Fast jeder darf in die Sauna
Für gesunde Menschen ist Sauna überhaupt kein Problem. Auch ältere Personen können bei rüstigen Gesundheitszustand regelmäßig saunieren. Selbst Kinder dürfen in die Sauna, wenn sie Darm und Blase kontrollieren können. Kleine Kinder sollten dabei auf den unteren Bänken sitzen oder liegen, oder noch besser auf dem Schoss eines Erwachsenen - das reduziert die Wärmeaufnahme und beugt einer Überhitzung vor.

Bei gesundheitlichen Problemen: Vorsicht gilt für Menschen mit Bluthochdruck - haupsächlich nach den Saunagängen. Ist der Körper heiß, erweitern sich die Blutgefäße und damit sinkt der Bluckdruck zunächst ab. Doch er steigt schlagartig wieder an, wenn zum Beispiel beim Sprung ins Tauchbecken die Blutgefäße plötzlich eng werden. Wer an erhöhtem Blutdruck leidet, sollte sich vorsichtig abkühlen und auf keinen Fall in ein kaltes Becken tauchen.
Wer an Krampfadern leidet, sollte in der Sauna nicht sitzen, sondern mit eventuell sogar leicht erhöhten Beinen liegen. Nach dem Schwitzen sofort kalt duschen, zumindest die Beine. Ungünstig ist es für Menschen mit Krampfadern, nach dem Saunabad lange zu stehen, beispielsweise an der "frischen Luft".
Wer Herzbeschwerden hat, sollte vor dem ersten Saunabesuch auf jeden Fall seinen Arzt befragen. Besonders wichtig ist das für Menschen, die einen Infarkt erlitten haben. Dasselbe gilt für Personen mit Herzrhythmusstörungen oder eingeschränkter Pumpleistung. Hierbei muss individuell entschieden werden.
Wenn schon eine Erkältung im Anmarsch ist, sollte man besser Abstand vom Saunabesuch nehmen. So bekommt der Körper nur zusätzlichen Stress und dieser führt dazu, dass die Krankheit noch schlimmer wird oder erst recht ausbricht.


Richtig saunieren
Vor der Sauna: warm bis heiß duschen, damit das Wasser den Körper erwärmen kann. Anschließend gut abtrocknen. Denn trockene Haut schwitzt schneller. Losen Schmuck wie Ketten, Armbänder etc. ablegen, sie können Verbrennungen verursachen. Und ganz wichtig: Nicht mit vollem Magen in die Sauna gehen und keinen Alkohol trinken, weder vor noch in der Sauna!
In der Sauna: Normal sind zwei bis drei Saunagänge, die jeweils nicht länger als 10-15 Minuten dauern sollten. Nach jedem Gang mit kaltem Wasser abduschen und eventuell im eiskalten Tauchbecken abkühlen. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft kann sehr angenehm sein. Die Ruhezeit zwischen den Saunagängen sollte mindestens eine halbe Stunde betragen.
Nach der Sauna: viel trinken, am besten Mineralwasser mit einem Schuss Apfelsaft. Durch das Schwitzen verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch Salze, d.h. Mineralstoffe und Spurenelemente. Diese sollten so schnell wie möglich wieder zugeführt werden, sonst drohen Mangelsymptome wie beispielsweise Muskelschmerzen.

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HIPPOKRATES - Gesundheitsmagazin
Dienstag, 31. Januar 2006 um 14.00

Redaktion: Heidemarie Petters
Koproduktion ZDF -ARTE G.E.I.E.

Erstellt: 27-01-06
Letzte Änderung: 14-02-06