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Mittwoch, 27. Februar 2008 um 21.00 Uhr - 25/02/08

Schmutziges Gold - Die CIA und die japanische Kriegsbeute

Eine Dokumentation von Egmont R. Koch


Zwischen 1937 und 1945 plünderte die japanische Armee in China Hunderte Tonnen Gold, Silber und Platin, die nach Kriegsende spurlos verschwunden waren und bis heute nicht wieder aufgetaucht sind. 40 Jahre später, im Frühjahr 1987, sucht eine Gruppe Amerikaner nach dem legendären Kriegsschatz - auf den Philippinen. Dort sollen die Japaner ihre gigantische Beute vor der Kapitulation versteckt haben.

US Truppen landen auf den Philippinen: Ende 1944 landeten US-Truppen auf den Philippinen, um das Inselreich von den japanischen Besetzern zu befreien. Schon bald danach stießen sie auf Goldverstecke der Japaner, die später den Verdacht nährten, die japanische Armee könnte ihre Kriegsbeute aus China auf den Philippinen versteckt haben
© WDR / National Archives Washington
Die "Operation Raubgold" steht unter der Leitung des ehemaligen US-Generals John Singlaub, der für die Schatzsuche den Segen und die Unterstützung der amerikanischen Regierung hat. Bislang streng geheime Dokumente aus dem damaligen Weißen Haus und Gespräche mit Augenzeugen erlauben eine minutiöse Rekonstruktion der streng geheimen Schatzsuche auf den Philippinen.

Fand Singlaub das Gold auf den Philippinen? Oder war er auf einer völlig falschen Spur, die von den Japanern lanciert wurde, um von dem tatsächlichen Verbleib der Kriegsbeute abzulenken? Egmont R. Koch begibt sich, beraten von international renommierten Historikern, auf eine spannende Reise in die Vergangenheit und stößt auf den Philippinen, in Hongkong, in Japan und in den USA auf Hinweise darüber, was mit dem Raubgold geschah. Im amerikanischen Nationalarchiv findet er geheime Dokumente, die erst im Jahre 2005 freigegeben und bislang von Historikern offenbar noch nicht ausgewertet wurden.

Gold und Silber: Nach der Kapitulation Japans fanden amerikanische Besatzungstruppen in der Bank von Japan nur ein paar Hundert Gold- und Silberbarren sowie Kisten mit Schmuck und Tafelsilber. Der überwiegende Teil der japanischen Kriegsbeute, vor allem der aus China stammende, blieb verschwunden.
© WDR / National Archives Washington
Die Unterlagen belegen, dass der Schatz kurz vor Kriegsende von zwei Gangstern im Auftrag der japanischen Kriegsmarine aus China geschmuggelt und nach Japan gebracht worden war. Die amerikanische Besatzungsmacht in Japan schloss später mit den beiden "Unterweltgrößen" eine Art Deal: Sie durften das Gold behalten, wenn sie damit schwarze Kassen der CIA und den Kalten Krieg in Asien finanzieren würden.

"Wir hatten offenbar kein Interesse, das Raubgold an China zurückzugeben und das Regime dadurch ökonomisch zu stärken, nachdem China ja 1949 kommunistisch geworden war", sagt Prof. Michael Schaller, Japan-Historiker an der Universität von Arizona. Das sei nach den neu entdeckten Dokumenten unzweifelhaft.

Wiederholung: 4. März 2008 um 10.50 Uhr
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Schmutziges Gold - Die CIA und die japanische Kriegsbeute
(Deutschland, 2007, 53mn)
WDR
Regie: Egmont R. Koch

Erstellt: 25-02-08
Letzte Änderung: 25-02-08