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Behind the Mask (Real Audio, 3'24'')
Mambo Numérique (Real Audio, 1'29'')
Music Plans (Real Audio, 4'36'')Das Yellow Magic Orchestra könnte man als die asiatische Antwort auf die Techno-Pop-Pioniere Kraftwerk bezeichnen, deren Werk Senor Coconut bereits 2000 merengue- und salsaisiert hat. Während Senor Coconut alias Uwe Schmidt die Musik der Düsseldorfer noch aus unzähligen Samples lateinamerikanischer Orchester im Cut-and-Paste-Verfahren am Computer zusammensetzte, arbeitet er nun vermehrt mit Sessionmusikern zusammen.
Für „Yellow Fever!“ hat der ehemalige Frankfurter Techno-Produzent ein erstklassiges Ensemble aus lateinamerikanischen Jazzmusikern zusammengestellt, in einer Besetzung aus Vibraphon, Marimba, Blasinstrumenten und Percussion. Beste Kontakte zur lateinamerikanischen Musikszene bestehen, seitdem er vor neun Jahren nach Santiago de Chile ausgewandert ist.Und als umtriebiger Musiker konnte Senor Coconut für sein „Yellow-Fever“-Projekt zahlreiche Kollegen begeistern. So streute er den japanischen Musikerreger sowohl in Europa bei Mouse on Mars, Schneider TM und Marina von Nouvelle Vague, als auch in Übersee bei Akufen und in Asien bei Towa Tei. Und sogar Haruomi Hosono, Yukihiro Takahashi und Ryuichi Sakamoto, die einstigen Mitglieder des Yellow Magic Orchestras sind auf dem Album vertreten.
Mit seinem Projekt hält Senor Coconut das musikalische Vermächtnis des Yellow Magic Orchesters in Ehren. Denn auch das japanische Trio experimentierte mit den Möglichkeiten der analogen und elektronischen Musik. Gleichzeitig konterkarierten sie ihre musikalischen Experimente voller Selbstironie, indem sie Versatzstücke westlicher Popmusik mit fernöstlicher Folklore mischten.
Senor Coconuts Interpretationen der Yellow Magic Orchestra Songs gehen weit über einen Remix hinaus. Durch die analoge und digitale Bearbeitung gelingt es ihm kongenial die Kompositionen in eine völlig andere Musikkultur zu transferieren. „Yellow Fever!“ ist ein musikalischer Cocktail, voller exotischer Ingredienzien, die harmonisch aufeinander abgestimmt sind und die darüber hinaus zum Tanzen animieren.
Matthias Schneider







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