- Synopsis
Kritik
Die Menschen in Brno tun sich wie überall auf der Welt schwer mit dem Sex, wenn man entweder dabei zu laut schreit, nie zum Höhepunkt findet oder es eben noch gar nicht gemacht hat. Übungshalber werden deshalb Kondome über Mohnhörnchen gestülpt, neugierige Mütter mit Schlafmitteln betäubt und andere absurde Verhaltensregeln befolgt. Moraveks Figuren verströmen dabei die etwas verstaubte Wort- und Situationskomik von Jaroslavs Haseks Der Brave Soldat Schweijk, der nicht jedermanns Sache ist.
Die Pointen werden oft gnadenlos überreizt, die allesamt überzeichneten Figuren entstammen mehr dem Boulevardtheater, denn der mährischen Wirklichkeit. Seinen losen, episodischen Figurenreigen hat Moravek in überbelichtetem Schwarzweiß gefilmt, möglicherweise, um seinen Humor und das Figureninventar damit noch mehr zu stilisieren und aus ihrem zeitlichen Kontext herauszulösen. Weil es so tschechisch und so lustig zugeht, hat Sex in Brno 2004 gleich fünf tschechische Filmpreise und auch auf vielen internationalen Festivals Auszeichnungen eingeheimst. Trotzdem darf man anderer Meinung sein als die badische Meinung, die feststellt: „Es ist unmöglich, den sublim-grellen Schwarzweißfilm nicht zu lieben.“
Extras

Sex in Brno
Ein Film von Vladimir Morávek
Darsteller: Katerina Holanova, Jan Budar, Pavel Liska u.a.
Tschechien, 2004, 103’, Bildformat: 4:3 letterbox
GOOD MOVIES – Ventura Film
Sprachen: Deutsch, Tschechisch, Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial
- Making of
- Trailer






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