43 Min.(Simon del desierto)
Kurzfilm, Mexico 1964, Originalfassung mit Untertiteln, ARTE F
Regie: Luis Bunuel; Buch: Julio Alejandro, Luis Bunuel; Kamera: Gabriel Figueroa; Schnitt: Carlos Savage; Ton: James L. Fields; Musik: Raul Lavista; Produzent: Gustavo Alatriste
Mit: Claudio Brook - (Simon), Hortensia Santovena - (Mutter), Silvia Pinal - (Satan)
Simon steht auf einer hohen Säule, ist einsam, hungert und wird langsam schwachsinnig. Aber die Nähe zum Herrn macht ihn selig, glücklich und zufrieden. Dann und wann suchen ihn Bauern oder Priester auf. Sie kommen und verlangen Wunder und Ratschläge, die sie dann vom Erleuchteten bekommen. Dank und Lebensmittel weist der Mönch zurück. Er mag nur alleine und rein im Glauben sein. Schließlich erscheint Simon der Teufel in Gestalt einer prallen Blondine in Schuluniform und hofft, ihn in Versuchung führen zu können. Doch Simon bleibt in seinem zur Blödheit ausgewachsenen Glauben standhaft und widersteht.
Zusatzinfo
Luis Buñuel wird am 22. Februar 1900 im spanischen Dorf Calanda geboren. Hier macht er bereits in jungen Jahren erste Erfahrungen mit dem katholischen Glauben, der in diesem mittelalterlichen Gefilde noch mit surrealer Hingabe praktiziert wird. Die Beobachtungen des jungen Buñuel und die Lächerlichkeit, die er darin sieht, sollen sich durch sein gesamtes Werk ziehen und stellen neben dem Traum das Hauptthema seines Werkes dar.
"Simon in der Wüste" wird Buñuels letzter mexikanischer Film. Die Geschichte vom Propheten Simon, der in der Wüste laut Legende 40 Jahre auf einer hohen Säule zubringt, um Gott näher zu sein, fasziniert den Filmemacher schon seit Jahren. Nach 45 fertigen Minuten gehen Buñuel die finanziellen Mittel aus. Um zu einem Ende zu kommen, lässt er Simon aus seinem Delirium entrinnen, schleudert ihn durch Raum und Zeit und bringt ihm in einer Bar in Manhattan den "Final Dance" bei.






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