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Porträt

Eric Rohmer umgibt sein Leben und seine Person gern mit einem Hauch von Geheimnis. Keiner weiß genau, wann und wo er geboren wurde ...

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Eric Rohmer umgibt sein Leben und seine Person gern mit einem Hauch von Geheimnis. Keiner weiß genau, wann und wo er geboren wurde ...

Porträt

Eric Rohmer - 02/09/08

Sommer

Gaspard hofft, am bretonischen Strand seine kapriziöse Freundin Lena wieder zu sehen. Bevor sie jedoch eintrifft, klagt er der verständnisvollen Margot seinen Liebeskummer. Als Gaspard sich überdies noch in die temperamentvolle Solene verliebt, geraten seine Gefühle vollends außer Kontrolle. – Zweiter Teil der „Erzählungen der vier Jahreszeiten“ von Eric Rohmer.

Wechselbad der Gefühle: Der schüchterne Mathematikstudent Gaspard verbringt die Sommerferien im bretonischen Küstenstädtchen Dinard in der vagen Hoffnung auf ein Wiedersehen mit seiner Freundin Lena. Als er über den Strand flaniert, spricht ihn die Studentin Margot an. Er beichtet ihr seinen Liebeskummer mit der launischen Lena. Es folgen ausgedehnte Strandwanderungen und Diskussionen über die Flüchtigkeit der Liebe. Um Gaspard auf andere Gedanken zu bringen, nimmt Margot ihn in eine Disco mit. Dort wird die temperamentvolle Solene auf den scheuen Jungen aufmerksam.
Sie erklärt ihn am nächsten Tag zielstrebig zu ihrer neuen Sommerliebe. Zudem taucht überraschend Lena auf. Gaspard fühlt sich nach dem Wiedersehen frischverliebt und möchte mit Lena auf eine Insel vor der Küste reisen. Allerdings manövriert er sich in eine emotionale Zwickmühle, als er Solene den gleichen Vorschlag macht - und zu allem Überfluss bemerkt, dass er sich ebenfalls in Margot verliebt hat… Da erhält Gaspard einen Anruf, der ihm einen sehr einfachen Ausweg aus seinem Gefühlschaos eröffnet.

Eric Rohmer gelingt mit dem zweiten Teil seiner „Jahreszeiten“-Reihe eine feinsinnige und amüsante Studie über die jugendliche Suche nach Freiheit und Glück. Hier geht es um die Themen des Spiels und des Zufalls, die kunstvoll und in einfühlsamen Bildern verarbeitet werden. „Dieser Film ist mein persönlichster“, erklärt Rohmer, der seine Hauptfigur Gaspard als jugendlichen Hamlet anlegt. „Ich hatte Lust, Ferien zu zeigen, die zu nichts führen, die eine Lücke, einen Moment des Nicht-Seins beinhalten, was dem Sommer gut entspricht.“

Sommer
(Conte d’été)
Spielfilm, Frankreich 1996, 109 Min.
Deutsche Synchronfasssung
ARD / Arte France
Regisseur: Eric Rohmer; Drehbuch: Eric Rohmer; Kamera: Diane Baratier; Musik: Philippe Eidel, Sébastien Erms; Schnitt: Mary Stephen; Produktion: Canal+, La Sept Cinéma, Les Films du Losange,Sofilmka Produzentinnen: Françoise Etchegaray, Margaret Ménégoz
Mit: Melvil Poupaud (Gaspard), Amanda Langlet (Margot), Gwenaëlle Simon (Solene), Aurelia Nolin (Lena), Aimé Lefèvre (Neufundländer), Alain Guellaff (Onkel Alain), Evelyne Lahana (Tante Maiwen) u.a.

Erstellt: 30-08-07
Letzte Änderung: 02-09-08