Guatemala-City: Die Kinder der Prostituierten
Von Hubert Dubois und Elsa Kleinschmager – ARTE GEIE – Frankreich 2009

Haiti oder die Rettung der Umwelt
Von Michel Dumont und Eric Bergeron – ARTE GEIE – Frankreich 2009Afghanistan: Kinder in Not
Von Paul Comiti und Noëlle Depretto – ARTE GEIE / TAC Presse – Frankreich 2008Der Krieg geht in sein achtes Jahr, immer mehr Kinder zählen zu seinen Opfern. Mehrere hunderttausend Familien mussten aus ihren Provinzen fliehen, alles Hab und Gut zurücklassen.
Doch in den Armenviertel rund um die größeren Städte trafen die Flüchtlinge nur auf neues Elend. UNICEF-Experten schätzen, dass in der Hauptstadt Kabul etwa 70.000 Kinder arbeiten müssen. Viele haben Mutter oder Vater verloren, viele sind sogar Vollwaisen, die jetzt auch für die übrigen Familienangehörigen sorgen müssen. In ganz Afghanistan betrifft die Kinderarbeit 35 Prozent der Bevölkerung. Als Bettler und Hausierer schlagen sie sich durch, auskommen müssen sie mit weniger als einem Euro pro Tag.
Mali: Schüleransturm bringt neue Probleme
Von Jean Crépu, Peter Bolton und Claire Collin – ARTE GEIE / Crescendo Films – Frankreich 2007Vor zehn Jahren gingen nur 36 Prozent alle Kinder des afrikanischen Staates Mali zur Schule, inzwischen sind es 75 Prozent.
Ein historischer Höchstwert in der Geschichte des Landes, das aber ohne Hilfe europäischer Experten den Schüleransturm nicht bewältigen kann. Nach den offiziellen Statistiken ist fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung jünger als 15 Jahre, vielen Eltern ist es nicht möglich, eine Schule zu finden, Klassen mit über 100 Schülern sind keine Seltenheit.
Von der Rettung der Kinder-Soldaten
Von Michel Dumont, Eric Bergeron und John Kanyunyu – ARTE GEIE – Frankreich 2009In Afrika, bei den Großen Seen, nennen sie sie "Kadogos" , Kinder-Soldaten, auf Suaheli. Sie sind zwischen sieben und 18 Jahren alt und es gibt Tausende von ihnen im Osten der Demokratischen Republik Kongo, dort wo der Krieg der Milizen und Rebellen Land und Menschen verwüstet.
2000 dieser Kinder-Soldaten wurden seit Januar 2009 sozusagen "demobilisiert", das heißt, ihren Einheiten entrissen. Ziel ist es, sie wieder in ein normales Leben, in ihre Familien, Dörfer und in einen Beruf zu führen. Dazu hat die UNICEF ein Camp errichtet, als eine Art Transit-Station zur Orientierung der Kinder zwischen Buschkrieg und Frieden.
Die meisten der kleinen Soldaten wurden entführt und in den Krieg gezwungen, einige aber haben ihre Familien freiwillig verlassen, um sich den Milizen anzuschließen. Auch Mädchen mussten kämpfen oder sie wurden geraubt, um als „Sex-Objekt“ vergewaltigt zu werden. Die ARTE Reporter hörten schreckliche Aussagen, manche voller Angst und andere noch immer voller Trotz und Rachegefühle – etwa der 15jährige R.: „Ich habe mich der Miliz angeschlossen, weil ich so wütend war auf den, der meinen Vater getötet hatte. Ich wollte ihn rächen, wir haben den Mann getötet und jetzt fühle ich mich befreit…“

Gäste
Claire Brisset: Mitglied des französischen Hohen Rates des Volkes und der Familie, ehemalige Journalistin und ehemalige Pressechefin der UNICEF.
Maria Santos Pais: Als Sonderbeauftragte der UNO befasst sie sich mit dem weltweiten Phänomen der Gewalt gegen Kinder.








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