Sophie Scholl war zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung 21 Jahre alt, sie studierte Biologie und Philosophie und war in einer liberalen, protestantischen Familie aufgewachsen, in der moralische und religiöse Werte eine große Rolle spielten. Zur „Weißen Rose“, der studentischen Widerstandsbewegung, deren Kopf ihr um drei Jahre älterer Bruder Hans war, ist sie wahrscheinlich erst spät gekommen.
Nach ihrer Festnahme durch die Gestapo am 18. Februar 1943 wurden die Geschwister drei Tage lang getrennt voneinander verhört. Diese Verhöre durch den Gestapobeamten Mohr sind das Herzstück des Films und zeigen, dass Sophie die anderen Mitglieder der „Weißen Rose“ um keinen Preis ans Messer liefern wollte. Dafür und für ihre Ideale war sie bereit, in den Tod zu gehen. Ihre Standfestigkeit beeindruckte Gestapomann Mohr derart, dass er ihr empfahl, sich ideologisch zu distanzieren, um ihren eigenen Kopf zu retten. Doch Sophie bewahrte bis zum Schluss die Selbstkontrolle, wie die Protokolle beweisen: „Es war unsere Überzeugung, dass der Krieg für Deutschland verloren ist und dass jedes Menschenleben, das für diesen verlorenen Krieg geopfert wird, umsonst ist. (…) Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, das ich (…) für mein Volk tun konnte. Ich bereue deshalb meine Handlungsweise nicht und will die Folgen (…) auf mich nehmen“.- Lesen Sie hier ein Porträt zu Sophie Scholl von Ulrich Chaussy aus dem Buch "Sophie Scholl - Die letzten Tage"
»Von Hans habe ich einen sehr netten Brief erhalten. Ich glaube, es wäre ganz fein, wenn wir zusammen studieren könnten, denn ich werde mich vor Hans nicht gehen lassen. (Übrigens möchte ich das vor niemandem mehr.) Und er will es vor mir auch nicht. Das ist doch das beste Erziehungsmittel.« (1)
Sophie Scholls Wunsch, mit ihrem Bruder Hans zu studieren, geht nach einjähriger Wartezeit Anfang Mai 1942, wenige Tage vor ihrem 21. Geburtstag, in Erfüllung. Sie kann nach München fahren und sich für das Studium der Biologie und Philosophie einschreiben.
Sophie hatte im März 1940 ihr Abitur bestanden. Vor allem um dem verhassten Reichsarbeitsdienst zu entkommen, meldete sie sich zu einer Ausbildung am Ulmer Fröbel-Seminar an. Eine Tätigkeit als Kindergärtnerin würde als Arbeitsdienst-Ersatz angerechnet werden - so hieß es zunächst. Sie begann ihre Ausbildung gemeinsam mit Susanne Hirzel. Die beiden Freundinnen, die ab und zu miteinander trampten und wanderten, verband eine eindringliche Erinnerung an die Hitlerjugend.»Wir wurden beide, die Sophie und ich, rausgeschmissen als Führerinnen, da waren wir 16 Jahre alt, und zwar wegen >Untreue< und >unbotmäßigen Äußerungen<. Eines weiß ich noch: Wir hatten uns eigene Fahnen gemacht mit eigenen Zeichen drauf und sind damit rummarschiert. Also, es war irgendwie ein Aufleben von bündischen Sitten. Das war verboten. Was die >unbotmäßigen Äußerungen< waren, weiß ich nicht mehr. Das war also ein Festakt, oder ein Trauerakt, bei dem man uns also bestraft und gesagt hat: >Ja, wir wollen Euch nicht rausschmeißen aus der Hitlerjugend, weil Euch sonst das ganze übrige Leben verdorben würde, aber als Führerinnen seid ihr abgesetzt<, und dann wurde gesungen: >Wo wir stehen, steht die Treue<.« (2)
Sophie Scholl wurde am 9. Mai 1921 geboren - als zweitjüngstes der insgesamt fünf Geschwister Scholl. Die vier Jahre Abstand zur ältesten Schwester Inge und die drei Jahre zum älteren Bruder Hans erlaubten ihr eine andere Entwicklung. Denn die anfängliche Begeisterung der geschwisterlichen Leitfiguren Inge und Hans für BDM und HJ teilte sie nur in noch beinahe kindlicher Imitation, als Zwölfjährige. Ab dem vierzehnten Lebensjahr erlebte sie immer bewusster die Konflikte ihrer Geschwister mit, die zur Abkehr vom linientreuen Jugendkult der Nationalsozialisten führten. Diese Abkehr vollzog sie selbst schon frühzeitig und auf ihre Art — in einer leisen Entschiedenheit.
Sophie Scholl untermauerte ihre moralische Empörung mit analytischem Blick. So durfte ihre jüdische Mitschülerin Luise Nathan nicht Mitglied der Hitlerjugend werden. Sophie protestierte dagegen mehrmals in ihrer BDM-Gruppe. Sie prangerte bei dieser Gelegenheit die erbärmlichen Legitimationsversuche der NS-Rassedoktrin an, die mit pseudowissenschaftlichen »rassehygienischen« Erkenntnissen Arier und Nichtarier auseinander zu sortieren versuchte. »Warum darf Luise, die blonde Haare und blaue Augen hat, nicht Mitglied sein, während ich mit meinen dunklen Haaren und dunklen Augen BDM-Mitglied bin?« (3)
Über den Krieg, den Hitler mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann, wurde sich Sophie Scholl schneller, entschiedener und radikaler klar als die männlichen Mitglieder der Weißen Rose. Ein ausführlicher Briefwechsel zeigt dies, der mal schroff, mal liebevoll, dann wieder provozierend und gleich wieder werbend ist: Sophies Briefwechsel mit ihrem vier Jahre älteren Freund Fritz Hartnagel, der sich als Berufsoffizier verpflichtet hatte. »Lieber Fritz, Danke schön für Deinen Brief. Hoffentlich muss ich auf den nächsten nicht wieder so lange warten«, schreibt sie ihm vier Tage nach Kriegsbeginn am 5.9-1939, und fährt schnippisch fort: »Nun werdet ihr ja genug zu tun haben. Ich kann es nicht begreifen, dass nun dauernd Menschen in Lebensgefahr gebracht werden von anderen Menschen. Ich kann es nie begreifen und ich finde es entsetzlich. Sag nicht, es ist fürs Vaterland.« Im nächsten Satz kippt der Ton ins Zärtliche. »Wenn es Dir nur immer gut geht. Gelt, Du hast keinen so gefährlichen Posten?« (4)Sophie Scholl war 16, als sie Fritz Hartnagel beim Tanzen kennen lernte. »Sie tanzte mit großer Hingabe, konzentriert und sehr still. Sie ließ sich von der Musik forttragen, vergaß ihre Umgebung und stellte sich ganz auf ihren Partner ein (5) «, so erlebte Inge Scholl ihre vier Jahre jüngere Schwester Sophie. Sie könne nichts dafür, wenn eine Schulfreundin eine solche Tanzweise unanständig finde, schrieb Sophie in einem ihrer Briefe Inge Scholl zufolge, die das Verhalten der Schwester anders, nüchtern, eher mit leiser Bewunderung vermerkte. »Tanzen war für sie etwas Befreiendes. Oft trafen wir uns auch nachmittags bei einer Freundin in Ulm, bei Anne-Liese, die ein Grammophon und Platten zum Tanzen besaß. Bei ihr haben sich 1937 Sophie und Fritz kennen gelernt.« (6) Sophies Briefe an Fritz belegen, wie frei sie ihm gegenüber ihre Gefühle bekannte, und Inge, die mit ihrer Schwester für einige Jahre ein Zimmer teilte, weiß von dem unverkrampften Verhältnis ihrer Schwester zur Sexualität zu berichten. »Ein Jahr vor ihrem Abitur nahm Sophie im Biologieunterricht die Zeugungsvorgänge durch. Eines Abends sagte sie zu mir:> Du, wir haben heute was Tolles gelernt. Ich möchte Dir das gern erklären.< Sie schlüpfte zu mir unter die Decke, nahm Block und Zeichenstift und zeichnete genau auf, was die Biologielehrerin ihr beigebracht hatte. Mit nüchternem Enthusiasmus holte sie bei mir etwas nach, was ich in der Schule nicht mitbekommen hatte.« (7)
Fritz Hartnagel gegenüber offen ihre Gefühle zu bekennen hat Sophie jedoch in ihren Anschauungen und Urteilen nicht abhängig von ihrem Geliebten gemacht. Ihre Briefe an ihn vermitteln den gegenteiligen Eindruck: Sie fühlt sich dem Menschen gegenüber, den sie liebt, frei, ihn zu fordern, ja, seine Positionen zu kritisieren. So durchziehen Sophie Scholls Briefe an Fritz Hartnagel angesichts des eskalierenden Krieges eine spürbar zunehmende Spannung. »Manchmal graut mir vor dem Krieg, und alle Hoffnung will mir vergehen. Ich mag gar nicht dran denken, aber es gibt ja bald nichts anderes mehr als Politik, und solange sie so verworren ist und böse, ist es feige, sich von ihr abzuwenden. Wahrscheinlich lächelst Du und denkst, sie ist ein Mädchen. Aber ich glaube, ich wäre sehr viel froher, wenn ich nicht immer unter dem Druck stünde - ich könnte mit viel besserem Gewissen anderem nachgehen. So aber kommt alles andere erst in zweiter Linie. Man hat uns eben politisch erzogen. (Jetzt lachst Du wieder.) Ich möchte mich nur wieder bei Dir ausruhen und nichts anderes sehen und spüren als das Tuch von Deinem Anzug.« (8)
Im Verhältnis des vier Jahre älteren Offiziersanwärters Fritz Hartnagel zu Sophie, die noch Schülerin war, kehren sich die gewohnten Rollen um. »Sie hat ihn laufend versucht zu beeinflussen, dass er als Soldat verantwortlich ist für den Krieg, als Offizier verantwortlich ist für das, was Hitler macht«, resümiert Sophies Schwester Elisabeth, die später Fritz Hartnagels Ehefrau wurde. »Die Sophie hat keine Zugeständnisse gemacht. Sie hat versucht, es so schonend wie möglich auszudrücken. Das war ein langer, schmerzhafter Weg und eine Auseinandersetzung zwischen den beiden. Fritz Hartnagel hat mir später, noch im Krieg, geschrieben: >Ich schäme mich nicht, zuzugeben, dass ich von einem jungen Mädchen völlig umgewandelt wurde<.« (9) Es gibt Briefe, in denen dieser argumentative Zweikampf besonders deutlich wird, etwa, als Fritz Hartnagel sie fordert, sie solle ihm ihre Meinung zum Thema »Volk« schreiben. Das tut sie dann auch, ohne sich einen Moment lang mit unverbindlichen Äußerungen aufzuhalten. Denn sie diskutiert die Rolle des Soldaten im Volk, jene Rolle, die Fritz Hartnagel mit seiner Berufsentscheidung eingenommen hat.
»Die Stellung eines Soldaten dem Volk gegenüber ist für mich ungefähr die eines Sohnes, der seinem Vater und der Familie schwört, in jeder Situation zu ihm oder zu ihr zu halten. Kommt es vor, dass der Vater einer anderen Familie Unrecht tut und dadurch Unannehmlichkeiten bekommt, dann muss der Sohn trotz allem zum Vater halten. Soviel Verständnis für Sippe bringe ich nicht auf. Ich finde, dass immer Gerechtigkeit höher steht als jede andere, oft sentimentale Anhänglichkeit. Und es wäre doch schöner, die Menschen könnten sich bei einem Kampfe auf die Seite stellen, die sie für die gerechtfertigte halten. [...]
Wenn ich auf der Straße Soldaten sehe, womöglich noch mit Musik, dann bin ich gerührt, früher musste ich mich bei Märschen gegen Tränen wehren. Aber das sind Sentimente für alte Weiber. Es ist lächerlich, wenn man sich von ihnen beherrschen lässt. [...] Für heute die herzlichsten Grüße Sofie.« (10)
Kaum ist Sophie Anfang Mai 1942 in München, ist sie in den Freundeskreis ihres Bruders aufgenommen. Seine ehemalige Freundin Traute Lafrenz hatte Hans schon früher nach Ulm mitgebracht. Mit Alexander Schmorell teilt Sophie das künstlerische Interesse. Ab und zu treffen sich die beiden in Alex' Atelier im Haus Schmorell, Sophie zeichnet, Alex modelliert. Sophie freundet sich auch mit Christoph Probst und dessen Frau Herta an, die mit ihren Kindern zu dieser Zeit in Ruhpolding wohnt. In Briefen berichtet sie von ausgelassenen Feiern mit den Freunden, von nächtlichen Ausflügen in den Englischen Garten. Sie spürt sofort, dass sie sich unter Gleichgesinnten befindet. Im Juni 1942, einen Monat nach Sophies Ankunft, verfassen und verbreiten Hans Scholl und Alexander Schmorell die Serie der vier »Flugblätter der Weißen Rose«.
Ob Sophie Scholl schon in diese Aktion eingeweiht oder gar an ihr beteiligt war, ist unklarer denn je. Lange Zeit galt, was Inge Scholl in ihrem Buch >Die Weiße Rose< geschrieben hatte. Sophie habe zunächst an der Universität ein von Hand zu Hand gehendes Flugblatt der Weißen Rose gelesen. Im Zimmer ihres Bruders habe sie dann Anstreichungen in den offen herumliegenden Büchern entdeckt, die exakt mit Textstellen des Flugblattes übereinstimmten. Darauf habe sie ihren Bruder zur Rede gestellt: >»Weißt Du, woher die Flugblätter kommen ?< - >Man soll heute manches nicht wissen, um niemanden in Gefahr zu bringen.< - >Aber Hans. Allein schafft man so etwas nicht. Daß heute nur noch einer von einer solchen Sache wissen darf, zeigt doch, wie unheimlich diese Macht ist, die es fertig bringt, die engsten menschlichen Beziehungen zu zerfressen und zu isolieren. Allein kommst du gegen sie nicht an.<« (11)
Dieses Vier-Augen-Gespräch in Inge Scholls Buch >Die Weiße Rose< ist fiktiv, denn Sophie und Hans sind hingerichtet worden, und beide haben ihre illegale Arbeit vor den Eltern und vor ihren anderen Geschwistern bis zum Schluss nicht offenbart. (12)Aus heutiger Sicht kann nicht als gesichert gelten, dass Sophie Scholl an der Ausarbeitung, Herstellung oder auch nur der Verbreitung der unmittelbar folgenden Flugblätter zwei, drei und vier beteiligt war, die in den folgenden zwei Wochen bis Mitte Juli 1942 erschienen sind. Die Protokolle ihrer Verhöre bei der Gestapo bargen an diesem Punkt eine Überraschung. Aus ihnen geht hervor, dass Sophie Scholl, als das Leugnen sinnlos geworden war, sich rückhaltlos zu den Aktivitäten der Weißen Rose bekannte. Doch als Robert Mohr Sophie in der Schlussphase der Verhöre auf die vier »Flugblätter der Weißen Rose« vom Juni/Juli 1942 ansprach, stellte sie jede Mitarbeit daran in Abrede. (13)
Elisabeth Hartnagel geht jedoch auf Grund anderer Informationen sehr wohl davon aus, dass Hans Scholl seine Schwester Sophie noch vor ihrem Umzug nach München in die geplante Widerstandstätigkeit eingeweiht hat. Von Fritz weiß sie, dass Sophie ihn bei ihrem letzten Treffen vor seiner Versetzung an die russische Front im Sommer 1942 und unmittelbar vor Sophies Umzug nach München um 1000 Reichsmark gebeten hat, außerdem um einen mit dem Stempel seiner Kompanie versehenen Beschaffungsschein für ein Vervielfältigungsgerät. Wofür sie das Geld und das Vervielfältigungsgerät benötigte, wollte sie ihm nicht sagen. Das Geld besorgte er, den gestempelten Beschaffungsschein nicht. Dafür hätte er einen Regimentskameraden mit hineinziehen müssen. Das aber lehnte er ab, weil er davon ausging, dass Sophie eine illegale Aktion plante.
Als Hans Scholl, Alexander Schmorell und der neu hinzugestoßene Willi Graf im Winter 1942 die Widerstandstätigkeit neu aufnehmen, ist Sophie Scholl von Anfang an beteiligt. So begleitet sie ihren Bruder Hans, als der im Dezember 1942 zu Eugen Grimminger nach Stuttgart fährt. Grimminger, ein Freund der Familie und Kollege von Robert Scholl, gibt Hans Geld, um die Flugblattpropaganda zu unterstützen. Es ist die Zeit, in der Sophies Freund Fritz wie Hunderttausendende anderer deutscher Soldaten in Stalingrad eingeschlossen ist. Bei dieser Gelegenheit trifft sie ihre Susanne Hirzel wieder, die in Stuttgart Musik
studiert. Susanne kennt Sophie, ihre Impulsivität, ihre Radikalität, die ihr auf eindringliche Weise noch einmal gesteigert vorkommen. »Wir sind dann in die Innenstadt, um den Hans Scholl in einem Cafe zu treffen. Und ich weiß noch, wie die Sophie da die Straße runterging, die Römerstraße und gesagt hat: >Wenn jetzt der Hitler käme, und ich eine Pistole hätte, würde ich ihn erschießen. Wenn's die Männer nicht machen, muss es eben eine Frau machen.<Da sagte ich: >Du hast eben keine Pistole. Und der kommt eben nicht. Und wenn du ihn erschossen hättest, dann steht der Himmler da. Ich glaube nicht, dass mit der Ermordung von Hitler viel geändert werden würde.<
Da sagt sie: >Wenn keiner was tut! Das alles ist nur möglich gewesen, weil keiner etwas getan hat. Und ich muss etwas machen.< — Ich merkte damals, sie war einfach... Sie war entschlossen, etwas zu tun, und ich wollte sie aber warnen. Denn was heißt das, >etwas tun<. Man ist am Platzen. Sie fühlt sich schuldig. Sie fühlt sich schuldig an den ganzen Verhältnissen. Also muss ich etwas tun. Aber es muss ja doch einen Sinn haben.« (14)
Es ist das letzte Mal, dass Susanne Hirzel ihre Freundin sieht. Sie wird selbst, wider all ihre Bedenken, im Januar 1943 bei der Verbreitung der Flugblätter der Weißen Rose mithelfen, die Sophie Scholl zuvor ihrem Bruder Hans Hirzel gebracht hatte.

Sophie Scholl
Die letzten Tage
Von Fred Breinersdorfer
Fischer Taschenbuch
ARTE Edition 2005
ISBN-10: 3596166098
ISBN-13: 978-3596166091
Das Buch zum Film mit zahlreichen bisher unveröffentlichten Dokumenten, u.a. den Verhörprotokollen
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1 - Brief an Lisa Remppis vom 13.4.1941, in: Hans Scholl und Sophie Scholl, Briefe
und Aufzeichnungen, a.a.O., S. 175.
2 - Susanne Zeller-Hirzel, Interview mit dem Verfasser, 15.4.1989.
3 - Diesen Ausspruch berichtet Inge Aicher-Scholl, in: Hermann Vinke, Das kurze
Leben der Sophie Scholl, Ravensburg 1980, S. 43.
4 - Hans Scholl und Sophie Scholl, Briefe und Aufzeichnungen, a.a.O., S. 130.
5 - Hermann Vinke, Das kurze Leben der Sophie Scholl, a.a.O., S. 54.
6 - Hermann Vinke, Das kurze Leben der Sophie Scholl, a.a.O.
7 - Hermann Vinke, Das kurze Leben der Sophie Scholl, a.a.O., S. 56 f.
8 - Brief an Fritz Hartnagel vom 9.4.1940, in: Hans Scholl und Sophie Scholl, Briefe und Aufzeichnungen, a.a.O., S. 140.
9 - Interview Elisabeth Hartnagel mit dem Autor, 18.3.2004.
10 - Brief an Fritz Hartnagel vom 23.9.1940, in: Hans Scholl und Sophie Scholl, Briefe und Aufzeichnungen, a.a.O., S. 163 /164.
11 - Inge Scholl, Die Weiße Rose, a.a.O., S. 41.
12 - Es ist auch keine Aussage eines überlebenden Zeitzeugen aus dem kleinen Kreis der in die Verschwörung Eingeweihten bekannt, der diese Version von Hans oder Sophie erfahren und an Inge Scholl weitergegeben haben könnte.
13 - Siehe BA ZC 13267, Bd. 3, Verhör Sophie Scholl: »Ich muß ganz entschieden bestreiten, sowohl mit der Abfassung, der Herstellung oder Verbreitung dieser Schrift auch nur das geringste zu tun zu haben.« - Auffällig ist: Für die Aktionen vom Herbst 1942 bis Februar 1943, deren realen Ablauf sie im Detail genau überblickte, nahm Sophie Scholl, um Freunde zu decken, geschickt und von der Gestapo unbemerkt deren Beteiligung auf sich - zum Beispiel die Autorenschaft des 5. Flugblattes und die Weiterverbreitung in Stuttgart durch Hans Hirzel und seine Helfer Susanne Hirzel und Franz Müller. Es wäre also in der Tendenz ihres Aussageverhaltens gelegen, auch für die ersten vier Flugblätter Verantwortung und Mitarbeit einzuräumen, etwa um Alexander Schmorell zu entlasten bzw. zu decken. Der Schluss liegt nahe, dass Sophie Scholl dies unterlassen hat, weil sie die realen Abläufe im Juni/Juli 1942 tatsächlich nicht kannte und es ihr daher nicht möglich war, präzise, nachprüfbare und dann passende Aussagen über ihre angebliche Beteiligung zu erfinden.
14 - Interview Susanne Hirzel mit dem Autor, 15.4.1989.







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