Als Kaiser Taizong, einer der bedeutendsten Herrscher der Tang-Dynastie, im Jahre 649 stirbt, hinterlässt er das mächtigste Reich der Erde. Bereits zu Lebzeiten hatte er ein über 1.000 Meter hohes Felsmassiv zu seiner letzten Ruhestätte bestimmt: den Zhao Ling im Tal des Wei-Flusses. Dort lässt er sich ein gigantisches Mausoleum erbauen. Die gewaltige Totenstadt mit 400 Gebäuden und einem mehrere 100 Meter langen Prozessionsweg erstreckt sich über eine Fläche von 182 Quadratkilometern. Der Kaiser selbst wird in einer unterirdischen Palastanlage im Inneren des Felsmassivs bestattet.Nach dem Niedergang der Tang-Dynastie werden die Außenanlagen zerstört. Aufständische dringen sogar bis ins Innere vor. Was sie dort vorfinden, verschlägt ihnen den Atem. "Zur Grabkammer führte ein 230 Meter langer Tunnel, der mit fünf Steintoren versiegelt war. In der Mitte des Berges fanden wir einen Palast, der nicht weniger prunkvoll als einer der Außenwelt war". In den folgenden Jahrhunderten gerät das Grab am Zhao Ling in Vergessenheit.
Erst mehr als ein Jahrtausend nach der Erbauung der gewaltigen Nekropole ist die Forschung dem Geheimnis des Zhao Ling auf der Spur. Professor Zhang Jianlin, Wissenschaftler am Archäologischen Institut in Xi'An, hat sich aufgemacht, das Rätsel zu entschlüsseln. Bei seinen Ausgrabungen stößt er zunächst auf Nebengräber. Doch die Grabkammer des Kaisers selbst oder wenigstens einen Hinweis, wo einst der Zugang gewesen sein könnte, findet er nicht. Professor Zhang nimmt Kontakt zu Wissenschaftlern in Europa auf und es beginnt eine internationale interdisziplinäre Zusammenarbeit. Eine Gruppe von Geophysikern aus Wien führt modernste Radarmessungen am Zhao Ling durch. Diese Messungen entlarven wie mit einem Röntgengerät die Reste und Strukturen von Gebäuden und geben wertvolle Hinweise für die Arbeit von Professor Zhang.
Professor Manfred Koob von der TU Darmstadt fertigt auf der Grundlage von Zhangs Ausgrabungsergebnissen und nach der Auswertung historischer Berichte über das Innere des Mausoleums eine virtuelle Rekonstruktion der gesamten Totenstadt an. Mit detektivischem Spürsinn wertet er alle verfügbaren Informationen aus, um die Lage des Eingangs zur Grabkammer zu lokalisieren. Daraufhin startet Zhang Jianlin eine neue Grabungskampagne, bei der er auf die Reste einer Holzbrücke stößt - nicht irgendeine Brücke, sondern die, die einst zum Eingang der Grabkammer führte.






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