Samstag, 11. März 2009 um 19.00 Uhr - 12/03/09
Sri Lanka : Krieg ohne Öffentlichkeit
von Gwenlaouen Le Gouil und Fabrice Launay – ARTE GEIE / Cargo Culte Productions – Frankreich 2009
Mehr als 200 000 Zivilsten sitzen fest in der Kriegszone im Nordosten Sri Lankas – gefangen zwischen den unklaren Fronten im Kampf zwischen Der Zentralregierung und den tamilischen Befreiungstigern von Tamil Elam (LTTE).
In den letzten beiden Monaten haben Bombardements der Regierung über 2000 Todesopfer und über 5000 Verletzte unter der Zivilbevölkerung gefordert. Die Vereinten Nationen sprechen von einer „katastrophalen Situation“.
Es ist einer der ältesten Konflikte weltweit, und auch einer der von den Medien am wenigsten behandelten. Nach 26jährigem Kampf behauptet die Regierung in Colombo lautstark, die Rebellen der tamilischen Tiger seien besiegt.
Wöchentlich, fast täglich ist von der letzten entscheidenden Schlacht die Rede. Doch die Rebellen scheinen ihre letzten Kugeln noch nicht verschossen zu haben. Obwohl militärisch weitgehend besiegt, verüben sie immer mehr Selbstmordanschläge und könnten durchaus zu einem letzten, spektakulären Schlag ausholen.
Die LTTE kämpft seit 35 Jahren für die Unabhängigkeit der tamilischen, hinduistischen Minderheit in Sri Lanka. Auf der 20 Millionen Einwohner zählenden Insel, die bis 1948 britische Kolonie war, kamen bei den blutigen Kämpfen mehr als 70.000 Menschen ums Leben. 75 Prozent der Inselbewohner sind Buddhisten.
Trotz eines 2002 geschlossenen Waffenstillstandes dauert die Gewalt an.
Seit Jahresbeginn sind die Kämpfe in dem schmalen Landstreifen im Nordosten des Landes wieder aufgeflammt. Das Internationale Rote Kreuz hat darauf hingewiesen, dass über 200 000 Zivilisten zwischen den Fronten eingekesselt sind. Einerseits haben sie unter den Bombardements der Regierungstruppen zu leiden – andererseits werden sie offenbar von den tamilischen Tigern als menschliche Schutzschilde missbraucht.
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ARTE Reportage
Samstags um 19.00 Uhr
ARTE G.E.I.E. - Frankreich - 43 Min.
Wiederholung montags um 6.45 Uhr und samstags um 6.00 Uhr
Erstellt: 12-03-09
Letzte Änderung: 12-03-09