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Das Besondere an dieser Produktion ist, dass sich Filmemacher Romain Goupil selbst als Jugendlicher im Kreis seiner Freunde zeigt. 1982 hält er als Erwachsener Rückschau auf die Zeit seiner Jugend und die Anfänge seines politischen Engagements. Sein kritischer Geist, sein jugendlicher Überschwang und sein Freiheitsstreben haben ihn ganz selbstverständlich zur Kritik an Autorität und etablierter Macht veranlasst. Im Zuge der ersten Begegnungen mit politischem Aktivismus klebt er Plakate, nimmt an Versammlungen teil und träumt in leidenschaftlichen Diskussionen von einer anderen Welt. Mitstreiter machen ihn mit theoretischen Schriften und mit dem praktischen politischen Kampf bekannt.
Aus dieser bei aller cineastischen Freiheit historisch zutreffenden Darstellung der jungen Jahre bezieht der Film seine eigentliche Kraft: Ein Regisseur filmt sein eigenes politisches Engagement. Es ist also keine fiktive Rekonstruktion von Ereignissen, sondern das gefilmte persönliche Zeugnis von selbst gelebter Geschichte. Die daraus entstehende Wirkung beruht auf Realismus und absoluter Ehrlichkeit.
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Wesentliche Bestandteile des Films sind die Zeitdokumente der Jahre 1965-68 sowie das von Romain Goupil damals selbst gedrehte Super-8-Material. "Ich möchte, dass die, die den Mai 1968 nicht erlebt haben, erfahren, was damals geschah, und dass die, die dabei waren, sich wiederfinden. Vor allem aber wollte ich verhindern, dass sich die Erinnerung an Michel verflüchtigt und er vergessen wird."
Romain Goupil, geboren 1950, begeistert sich schon sehr früh für den Film. Von seinem Vater, einem Kameramann, erbt er die Liebe zur Kamera und die Lust, mit ihr alles einzufangen. Als Heranwachsender filmt er selbst erdachte Geschichten mit der Super-8-Kamera. Später filmt er sich im Alltag - in seinem Zimmer, im Gymnasium, auf der Straße - und schafft erste Grundlagen für seine spätere Arbeit.
Für "Sterben mit 30" erhielt Filmemacher Romain Goupil 1982 die "Goldene Kamera" bei den Filmfestspielen von Cannes sowie den Preis des französischen Jugendministeriums. 1983 bekam er den César für den besten Debütfilm. Außerdem erhielt Romain Goupil den Josef-von-Sternberg-Preis beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg 1982.






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