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Veatrice
Colonial Mentality
430
Das aktuelle Sticks & Stones Album wurde in nur drei Sessions live eingespielt und danach ohne Overdubs abgemischt. Ziel war es die großartige Bühnenpräsenz des Trios auf einem Album festzuhalten, um die ursprüngliche Kraft und Dynamik ihrer Musik zu bewahren. Zu einem Teil ist der raue und sehr kraftvolle Klang der Aufnahmen Ken Brown zu verdanken, der schon bei Tortoise und Pullman am Mischpult saß. Größtenteils liegt es aber an dem frischen und lebendigen Spiel der Musiker, die aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung „blind“ zusammenspielen und spontan aufeinander reagieren. Chad Taylor trommelte unter anderem bei Chicago Underground, Active Ingedients und Sam Prekop, wo er auf seinen zukünftigen Kompagnon stieß, den Kontrabassisten Josh Abrams. Abrams spielte neben seiner Sessionband bei Town And Country, David Boykin Expanse und The Roots. Abrams und Taylor sind eine eingespielte Rhythmussektion, die für Matana Roberts und ihre Improvisationen die perfekte Basis liefert. Die Altsaxophonistin, die unter anderem schon mit Steve Lacy, Eugene Chadbourne, Ravi Coltrane, Butch Morris und Don Byron gejamt hat, dominiert zwar mit ihrem Spiel und ihrer Präsenz das Album, vergisst dabei aber nie ihre Mitmusiker und überlässt Bass und Schlagzeug genügend Raum für Soli. „Shed Grace“ ist ein sehr impulsives und abwechslungsreiches Album, das vor allem von der Interaktion der Musiker lebt. Die Sticks & Stones Kompositionen stehen den Interpretationen von Thelonious Monk, Billy Strayhorn und Fela Kuti in nichts nach. Im Gegenteil, sie ergänzen sich auf das Vollkommenste.
Matthias Schneider
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Sticks & Stones
“Shed Grace”
Thrill Jockey / Rough Trade
www.thrilljockey.com







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