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01/07/2008 - Sweet Soul Music - 01/07/08

Sweet Soul Music Special

„Sweet Soul Music 1961 – 1965”


Mit “Sweet Soul Music” legt das Bear Family Label die ultimative Sammlung der Soulmusik vor. Während es billig produzierte Greatest-Hits-Kompilationen wie Sand am Meer gibt, leistet das Label des Vertrauens eine fundierte musikhistorische Meisterleistung...

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Welch einen Unterschied es macht, wenn Kenner Musikarchive durchforsten, kann man wunderbar bei der Reihe “Sweet Soul Music” sehen. Liebevoll gestaltete Booklets mit ausführlichen und aufwendig recherchierten englischen Texten zu jedem einzelnen Musiker und selten veröffentlichten Fotos, machen die Edition zu einem Standardwerk der Soulmusik. Denn bei Bear Family werden Kompilationen nicht auf Teufel komm raus zusammengeschustert. Stattdessen wird in Zusammenarbeit mit Fachleuten Musikgeschichte aufgearbeitet und einem breiten Publikum zugänglich gemacht. „Sweet Soul Music“ ist die Fortführung der vielfach gefeierten und preisgekrönten R&B-Serie „Blowin’ The Fuse. Ende der 50er Jahre ging aus dem R&B und dem Gospel die Soul-Music hervor, die sich dann über eine Spanne von zehn Jahren zum „I Am Black And I Am Proud“-Soundtrack einer beginnenden sozialen Revolution entwickelte.

Nun sind die ersten fünf CD-Alben der Edition „Sweet Soul Music“ erschienen, die zunächst den Zeitraum von 1961 bis 1965 beleuchtet. Für die Auswahl der Songs zeichnet sich Dave ‘Daddy Cool’ Booth verantwortlich. Der Musikaficionado und –fachmann hat die Lieder streng chronologisch nach ihrem Veröffentlichungsdatum gelistet und die original Monoversionen späteren Stereofassungen den Vorzug gegeben. Für jedes Jahr wurde nur ein Song pro Künstler ausgewählt und darauf geachtet, dass große Label wie Motown und Atlantic nicht übermäßig vertreten sind. Aus Lizenzproblemen finden sich Ray Charles oder Sam Cooke leider nicht unter den Künstlern, dafür aber zahlreiche andere Ikonen der Soulmusik, wie The Temptations, Ike & Tina Turner, The Supremes, Marvin Gaye, Fats Domino, Solomon Burke, James Brown oder Lee Dorsey. Doch nicht die großen Namen machen die Kompilationen so bedeutsam, sondern vor allem die Songs der zahlreichen weniger populären Doo-Wop-, Boogaloo-, Northern-Soul- und Souljazz-Formationen und Protagonisten, wie unter anderem The Ramsey Lewis Trio, The Ad Libs, Alvin Cash & The Crawlers oder Ernie K-Doe, die die afroamerikanische Musik dieser Ära, um zahlreiche weitere Facetten erweitert haben und deren Melodien auch heute noch zu begeistern wissen.

Die „Sweet Soul Music“-Reihe zeigt einzigartig die Vielfalt einer Musikära auf, wie man sie bisher verzweifelt vermisst hat. Sie lädt sowohl zum Zuhören, zum Lesen als auch zum Tanzen ein. Let’s do the Boogaloo, let’s do the Jerk, let’s do the Monkey, let’s do ...


Matthias Schneider
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Sweet Soul Music Special
„Sweet Soul Music 1961 – 1965”

Bear Family / PMS

Erstellt: 20-06-08
Letzte Änderung: 01-07-08


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