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Dossier Klimawandel

Der Klimawandel und seine Folgen für die Wirtschaft und das Artensterben. Videos, Animationen, Fotos, Interviews.

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Der Klimawandel und seine Folgen für die Wirtschaft und das Artensterben. Videos, Animationen, Fotos, Interviews.

Dossier Klimawandel

Dienstag, den 25. März 2008, um 22.15 Uhr - 29/08/08

Vom Verschwinden der Fische

Schon heute lässt sich an vielen Stellen des Meeresbodens im Mittelmeer oder in der Nordsee erschreckend deutlich ablesen, wie es im Jahr 2030 überall aussehen könnte: eine zerstörte Meeresflora und -fauna, die Jahrtausende gebraucht hat, um sich aufzubauen.

Anhand von Graphiken und Animationen veranschaulicht die Dokumentation die Entwicklung der letzten Jahre und wirft einen Blick in die Zukunft: Welche Arten werden bis zum Jahr 2030 durch Menschenhand ausgerottet sein? Welche Auswirkungen wird das Verschwinden bestimmter Arten auf den Kreislauf des Lebens im Meer und damit auch auf die Nahrungskette des Menschen haben?

  • SOS Artensterben

22.15 Uhr (VPS 22.10)
Vom Verschwinden der Fische
Dokumentation (Deutschland, 2007, 47 Min.) ZDF
Autor: Achim Kampmann
Wiederholung:
28.03.2008 um 11.10 Uhr

Bis zum Jahr 2030 werden über eineinhalb Millionen Pflanzen- und Tierarten verschwunden sein - auf allen Kontinenten, in allen Meeren. Soll dieser Prozess aufgehalten werden, müssten sich die Menschen in ihrer Lebensweise extrem einschränken. Wie schwer es ist, den Raubbau an der Natur zu stoppen, zeigt sich am deutlichsten beim Fischfang. Hier geht es nicht um Reichtum oder Luxusgüter, sondern um die Lebensgrundlage von Milliarden Menschen.

In ihrem jüngsten Bericht warnt die Welternährungsorganisation FAO eindring- lich vor der weiteren Ausbeutung der Meere. 25 Prozent der Fischarten sind bereits dezimiert, sieben Prozent in den letzten Jahren ganz verschwunden. Im Atlantik sind Kabeljau und Seehecht gefährlich überfischt, in der Ostsee Dorsch und Lachs. Der Bestand an Thunfisch im Mittelmeer bricht derzeit vollständig zusammen. Und selbst die Sardine, früher ein Allerweltsfisch, ist stark dezimiert.
Obwohl zahlreiche Arten vor dem Aussterben stehen, durchkämmen hoch technisierte, häufig subventionierte Industriefangflotten weiterhin die Welt- meere. Küstenfischer, die für regionale Märkte arbeiten, sind die ersten unmittelbar Betroffenen dieser Entwicklung.

Wann die Bestände kollabieren, weiß man bislang nicht. "Entscheidend ist, dass wir handeln müssen. Sofort! Wissenschaftler haben klar gemacht, dass es ohne drastische Schutzmaßnahmen mit den Beständen im Mittelmeer und Ostatlantik zu Ende geht." Fordert Sergi Tudela, Leiter des WWF Mittelmeer-Fischerei-Programms. Dem stehen die Argumente der Fischereinationen gegenüber, die um den Verlust von Arbeitsplätzen fürchten.

Jetzt erst hat die EU-Kommission die Notbremse gezogen. Eine Reduzierung der Fangmenge allein reiche nicht mehr, erklärte EU- Fischereikommissar Joe Borg. Er hat ganze Meeresregionen für den Fang von Kabeljau, Sardinen und Thun- fisch sperren lassen. Joe Borg fordert ein professionelles, zukunftsgerichtetes "Management der Meere" in der Hoffnung, dass es noch nicht für alle gefährde- ten Bestände zu spät ist.
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Welt am Abgrund? Die zerstörte Arche
25.03.2008, ab 21.00 Uhr
Wiederholung am 28.03.2008 ab 09.55 Uhr
Themenabend, ZDF, 120 Min.

Erstellt: 20-03-08
Letzte Änderung: 29-08-08