
Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen Konzerns "Monsanto Chemical Works", dem weltweiten Marktführer für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt "Monsanto" auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid "Agent Orange" her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen "Monsanto"-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich.
Das 1901 in St. Louis im US-Staat Missouri gegründete Unternehmen "Monsanto Chemical Works" war im 20. Jahrhundert weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum mächtigen Agrochemiekonzern wurde. In der Vergangenheit machte "Monsanto" mehrfach von sich reden. Das Unternehmen produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. Zur Produktpalette gehört ferner der umstrittene Süßstoff Aspartam, das Wachstumshormon rBST zur Steigerung der Milchleistung von Kühen sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB, die in Deutschland unter dem Namen Clophen bekannt ist und seit Beginn der 80er Jahre als hochgiftig eingestuft wird.
Heute ist "Monsanto" weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der heute derzeit angebauten gentechnisch veränderten Organismen, unter anderem Soja, Raps, Mais und Baumwolle, sind "Monsanto"-Patente. Und über kurz oder lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren. Überall auf der Welt gibt es mittlerweile transgene Organismen von "Monsanto". Aber noch nie hat ein agro-industrielles Patent so sehr die Gemüter erhitzt. Der Dokumentarfilm fragt nach den Gründen für die Aufregung und erklärt, worum es bei gentechnisch veränderten Organismen überhaupt geht. Am Ende steht die Frage, ob "Monsanto"-Produkte Fluch oder Segen für die Menschheit sind.
Der Dokumentarfilm stützt sich auf bisher unveröffentlichte Dokumente und auf Stellungnahmen von Wissenschaftlern, Vertretern von Bürgerinitiativen, Geschädigten, Rechtsanwälten, Politikern sowie Vertretern der staatlichen Food and Drug Administration (FDA).
Die mit dem angesehenen Journalistenpreis "Albert Londres" ausgezeichnete Regisseurin Marie-Monique Robin hat drei Jahre in Nord- und Südamerika sowie in Europa und Asien recherchiert. Sie hat mit Bauern in Indien, Mexiko und Paraguay gesprochen, um die Geschichte des heute vielleicht mächtigsten Samenherstellers der Welt zu rekonstruieren. Dabei zeichnete sich hinter dem von den Werbekampagnen bedienten Image des sauberen und umweltfreundlichen Konzerns eine gnadenlos nach Marktführerschaft strebende Unternehmenspolitik ab.








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62 Kommentar(e)
AW | winni2010
19.10.2010 - 21:03
Wer oder diejenigen die zuerst kritisieren um was es geht bei FDA, der sollte sich erst darüber informieren was Qualitätssicherung in der Medizintechnik bedeutet. FDA ist für deutsche Medizintechnik in der BRD zwischenzeitlich Zukunft. Ein Maßstab der alle Hersteller von medizintechnischen Produkten weiterhin am Leben erhlten möchte und auch wird.
Aufwachen!! | DerGraf
20.06.2010 - 11:28
Die Welt wie sie uns dargestellte wird ist eine Illusion! Diese Doku hat wieder ein wenig an diesem gigantischen Lügen-Konstrukt gerüttelt. Dafür vielen Dank! Es ist kein Zeichen von Gesundheit an ein von Grund auf krankes System gut angepasst zu sein... Also Leute, wacht endlich auf und weckt eure Mitmenschen auf! Es geht um uns alle!
Hat von denen keiner Kinder?? | angel
14.05.2010 - 22:15
Liebes Arte-Team, warum sendet man so etwas nicht um 20.15 auf ZDF oder ARD???? So ein Thema ist zu wichtig, um es mitten in der Nacht zu senden,wenn nur noch ein "paar Hansel" nicht schlafen können ....Wie man sieht, darf man sich nicht auf die Politik (Medien) verlassen, denn es wird zu viel von Lobbyisten und Sponsoren diktiert. Wozu gibt es denn Sender wie die Öffentlich Rechtlichen,wenn wir dort nicht einmal ( für unser Geld, das wir ihnen zahlen) informiert werden,und zwar zu einer Zeit,wo noch die richtige Zielgruppe zusehen würde. HABT IHR DENN ALLE KEINE KINDER und EURE GESUNDHEIT IST EUCH AUCH EGAL?? Das ist kein Thema für eine Randgruppe! (22.40) Und ich glaube Christine Neubauer und Thomas Gottschalk würden für dieses Thema gerne etwas Sendezeit opfern :-) IHR, DIE MEDIEN HABT SO VIEL IN DER HAND (Schweinegrippe), NÜTZT EURE MACHT DOCH MAL FÜR ETWAS GUTES ..... EURE KINDER UND EURE GESUNDHEIT WERDEN ES EUCH DANKEN!!!
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