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Genitalverstümmelung

Weltweit leiden 160 Millionen Mädchen und Frauen unter den Folgen grausamer Genitalverstümmelung, jährlich kommen nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation drei Millionen Mädchen hinzu.

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6.02.2007 um 20.40 Uhr - 16/09/08

FGM - Die Verstümmelung der Töchter

Alle zehn Sekunden wird irgendwo auf der Welt ein Mädchen oder eine Frau dem grausamen Ritual der Klitorisbeschneidung unterworfen. Immer häufiger auch in europäischen Staaten, die einen hohen Anteil an Einwanderern aus Ländern aufweisen, in denen dieses Ritual praktiziert wird.

Wiederholung des Themenabends Samstag 10. Februar ab 00.55 Uhr

Themenabend
ZDF, 115 Min.

Leider existiert innerhalb der EU keine eindeutige Gesetz- gebung gegen die barbarische Genitalverstümmelung. Der Themenabend nimmt den 4. Welttag gegen weibliche Geni- talverstümmelung am 6. Febru- ar 2007 zum Anlass, auf ein Problem aufmerksam machen, das lange schamhaft verdrängt wurde.

FGM (Female Genital Mutilation) steht für ein oft verdrängtes, schamvoll vertuschtes Kapitel der Zivilisationsgeschichte. Betroffen sind weltweit 160 Millionen Mädchen und Frauen, Tendenz steigend. Alle zehn Sekunden wird ein Mädchen beschnitten. Doch was in vielen islamischen Staaten als Beschneidung praktiziert wird, ist eine barbarische und grausame Genitalverstümmelung mit lebenslangen körperlichen und seelischen Folgen für die Frauen.

ARTE nimmt den 4. Welttag gegen weibliche Genitalverstümmelung am Dienstag, den 6. Februar 2007, zum Anlass, um über einen Missstand aufzuklären, der alle betrifft. Denn auch in der EU ist die Gesetzgebung nicht eindeutig. So werden von Einwanderern aus Ländern, in denen die Beschneidung gang und gäbe ist, zunehmend Genitalverstümmelungen auch in Europa durchgeführt. Die Liste erklärter Gegnerinnen und Gegner der Genitalverstümmelung ist lang, ebenso wie die internationaler Initiativen, die seit Jahrzehnten versuchen, das Problem weltweit - mehr oder weniger erfolglos - zu lösen. Umso höher sind der Mut und die Initiative der Menschenrechtler Rüdiger Nehberg und Annette Weber einzu- schätzen. Sie haben die Verstümmelung in islamisch geprägten Ländern konsequent erforscht. Und eine geniale Idee zeigt erste Wirkungen: Die Kraft des Islams selbst wird gegen die Barbarei gerichtet. Neue Fatwas - islamische gelehrte Schriften mit Rechtskraft - werden länderübergreifend verbreitet.

20.40 Uhr
Mit meiner Tochter nicht!
Frauenbeschneidung in Europa
40 Min.
Dokumentation, Deutschland 2006, Erstausstrahlung
Regie: Valentin Thurn
Das qualvolle Ritual der weiblichen Beschneidung wird vor allem in Afrika vollzogen. Doch leben inzwischen auch Hunderttausende von betroffenen Frauen in Europa.

21.25 Uhr
Die Sache - Feldzug gegen ein Tabu
60 Min.
Dokumentation, Deutschland 2006, Erstausstrahlung
Regie: Heike Mundzeck
Fatuma ist sieben Jahre alt, als die Eltern ihr ein „großes Fest“ versprechen, weil sie dann „zur Frau“ wird. Was sie ihr nicht sagen: An diesem Tag werden ihre Genitalien auf grausamste Art verstümmelt.

22.25 Uhr
Gesprächsrunde
FGM - Die Verstümmelung der Töchter
15 Min.
Diskussion, Deutschland 2006, ZDF, Erstausstrahlung
Moderation: Annie-Claude Elkaïm
Gäste:
Linda Weil-Curiel
Anwältin

Ayaan Hirsi Ali
Somalischer Herkunft, Menschenrechtlerin, Autorin, umstrittene Islamkritikerin und Ex-Abgeordnete im Parlament ihrer Wahlheimat Niederlande, die sie aufgrund islamistischer Bedrohungen verlassen musste.


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FGM - Die Verstümmelung der Töchter 
6.02.2007, ab 20.40 Uhr
Themenabend         

Erstellt: 31-01-07
Letzte Änderung: 16-09-08