Jahres- und Gedenktage bringen es oft mit sich, dass historische Umstände und Entwicklungen allzu sehr auf Einzelereignisse oder Einzelpersonen verkürzt werden. Der Programmschwerpunkt auf ARTE versucht dem entgegen zu wirken, indem er die unterschiedlichsten Facetten und Motivationen des Widerstandes in Europa in den Mittelpunkt stellt.Mit dem Film SCHWESTERN IM WIDERSTAND (Mittwoch, 2. März 2005 um 20.45 Uhr) wird ein oft vernachlässigter Aspekt des Widerstandes aufgezeigt - die aktive Rolle, die Frauen im Kampf gegen das Unrechtssystem unter Hitler einnahmen.
Um den Überlebenswillen einer ganzen Stadt unter unmenschlichsten Bedingungen geht es in dem Dokumentarfilm DIE HUNGERNDE STADT - LENINGRAD IM ZWEITEN WELTKRIEG (Mittwoch, 9. März 2005 um 20.45 Uhr), der die grausame Geschichte der 900-tägigen Blockade von Leningrad nachzeichnet.
DER FALL RAOUL WALLENBERG - RETTER UND OPFER (Montag, 14. März 2005 um 22.30 Uhr) erinnert an einen der bekanntesten und engagiertesten Widerstandskämpfer gegen die Holocaust-Maschinerie, den schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg. Seit der partiellen Öffnung der sowjetischen Geheimdienstarchive ergaben sich neue Einblicke in Wallenbergs mysteriöses Schicksal sowie in die Verstrickungen seiner Familie in Geschäfte mit nahezu allen kriegsführenden Parteien.
Der Dokumentarfilm POESIE, RÉSISTANCE UND ALLIIERTE (Mittwoch, 16. März 2005 um 20.45 Uhr) berichtet von der geheimen Zusammenarbeit zwischen den alliierten Truppen und der französischen Résistance vor dem D-Day am 6. Juni 1944 in der Normandie. Zeitzeugen erzählen vom Leben und Überleben im Untergrund und von ihren persönlichen Gründen, aktiv Widerstand zu leisten.
Mit dem immer noch existierenden Vorurteil, die Juden hätten sich “wie Schafe zur Schlachtbank” führen lassen, räumt der Film MIT DEM MUT DER VERZWEIFLUNG - JÜDISCHER WIDERSTAND GEGEN HITLER (Mittwoch, 23. März 2005 um 20.45 Uhr) auf, indem er neben dem Aufstand im Warschauer Ghetto zahlreiche Beispiele für den organisierten jüdischen Widerstand gegen das Hitler-Regime benennt.
Eine kritische Auseinandersetzung mit Realität und Mythos des dänischen Widerstandes bietet Morten Henriksen und Peter Øvig Knudsens Film TOD DEN VERRÄTERN (Mittwoch, 30. März 2005 um 20.45 Uhr), der den schmalen Grad zwischen gerechtfertigtem bewaffneten Widerstand und Selbstjustiz problematisiert.






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