Tabitha Woods ist gerade 17 Jahre alt, macht ihren Highschool-Abschluss und bereitet sich auf ihr Journalistik- und Wirtschaftsstudium an der New Yorker Columbia Universität vor. Wenn sie nicht gerade einen Fundraiser mit einem Tanz für Väter und Töchter organisiert, schreibt sie für die Schulzeitung und spielt gerne Volleyball.
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„Martin Luther Kings Traum war ja: Gleichheit für alle. Jeder soll die gleichen Möglichkeiten haben und nicht auf Grund der Hautfarbe beurteilt werden. Diesen Traum finde ich unglaublich schön, weil er langsam Wirklichkeit wird. Ich sehe ja, dass ich Chancen habe, die ich keinesfalls hätte, wäre ich 20 Jahre früher geboren. Das ist doch toll! Darauf baut auch mein eigener Traum auf. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass mehr Menschen ähnliche Möglichkeiten haben wie ich: Reisen, verschiedenste Sprachen lernen, gebildet sein, in der Jugend Spaß haben und sich nicht um so üble Dinge wie Missbrauch kümmern müssen. Ich glaube, mein Traum hat viel mit Freiheit zu tun. Mehr Menschen sollen sich entfalten können und nicht an ihrer Selbstverwirklichung behindert werden – nur wegen ihrer sozio-ökonomischen Lage. Jeder sollte Erfolg haben. In 20 Jahren möchte ich gerne relevante Artikel schreiben, die auf Mißstände aufmerksam machen, Menschen helfen, Sachen mit anderen Augen zu sehen, ausgewogene Berichte über Vorgänge, die uns hier betreffen. Ich möchte die Medien auf ein Niveau bringen, dass die Meinungen von vielen anderen Menschen zu Gehör gebracht werden. Momentan sehe ich mich und meine Altersgenossen als Stammzellen. Wir können in viele verschiedene Richtungen gehen. Ich habe wirklich Glück, in einer Position zu sein, über mein Land und die Welt reflektieren zu können und herumzuspinnen, was denn nun eigentlich getan werden muss. Ich kann mein Wissen und mein Talent nutzen, damit auch tatsächlich was passiert. Natürlich bin ich eine Idealistin. Die Änderungen, die ich gerne sehen möchte, sind vielleicht noch Phantasiegebäude. Gleichheit haben wir ja auch noch nie erfahren oder gefühlt. Aber, wenn alle nur immer denken, dass sich ohnehin nichts ändert, und dass Ziele unerreichbar sind, wird nichts geschehen. Viele Menschen stehen sich gegenseitig im Weg. Aber ich habe das Gefühl, dass meine Generation wesentlich idealistischer ist als vorhergehende. Ich weiß, ich stehe mit meinen Ansichten nicht alleine da. Das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass dank früherer Generationen schon vieles auf den Weg gebracht wurde. Es gab große Fortschritte. So glauben wir, dass die nächsten Schritte unserem Ideal näher kommen. Für mich präsentiert Senator Obama meine Ansichten am besten. Zum Großteil, weil er sich weigert, von den großen Firmen Geld anzunehmen. Außerdem gefällt mir das Konzept, dass Politik endlich anders wird. Er tritt auch viel positiver auf als seine Konkurrentin. Das macht mir allerdings auch ein bisschen Angst. Wenn du richtig an jemanden glaubst, wirst du enttäuscht sein, weil sich vieles einfach nicht so schnell ändern kann. Ich denke aber, er wird sich durchsetzen. Er ist sehr ernsthaft in seinen Anliegen. So anders. Ganz anders als ich es bis jetzt mitbekommen habe. Nicht, dass ich schon viele Präsidentschaftswahlkämpfe mitgemacht habe. Aber ich schätze seine Arbeit wirklich sehr.“
Zum Gespräch (3'51'', in englischer Sprache)