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Eine Reportage von Gianni Collot - 22/02/11

Terry Lynn

Die unbestechliche Terry Lynn will in Kingston aufräumen. Die Jamaican Queen ist unser Live-Act der Woche!

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Die etwas andere Dancehall-Diva von Kingston wächst als jüngstes von neun Kindern im Waterhouse-Ghetto auf, nur einen Katzensprung entfernt von den King Jammy-Studios, der Wiege des Digital Reggae. Von ihren Brüdern lernt sie, zu überleben. Von ihrer Mutter, die auf dem Markt Gemüse verkauft, die Liebe zur Poesie. Mit ihrem ersten Album “Kingstonlogic“, irgendwo zwischen Electro, Grime und Ragga, wirft sie sämtliche Regeln des Dancehall über den Haufen. Ein Koffer, fünfzehn Platten, und Terry, die uns sagen wird, welche zwei davon etwas über ihr Leben erzählen.

"Oh Pretty Woman" - Al Green – "I'm still in love with you" (The Right Stuff – 1972)

“Al Green. Ein wunderbarer schwarzer Soul-Künstler. Meine Mama hörte seine Songs immer im Radio. Ich finde das Album sehr inspirierend. Das ist echter Seventies-Funk. Eindeutig Siebziger Jahre. Dieser Sound hat mich inspiriert, denn mit ihm bin ich aufgewachsen. Jeden Sonntag hörte meine Mama das im Radio und in Talk-Shows. Als ich drei oder vier war, lief das ständig bei uns.“

"L.O.V.E." - Nat King Cole – "L.O.V.E" (Capitol – 1965)

„Ich liebte Nat King Cole. Ein ausgezeichneter Sänger. Einer der besten aller Zeiten. Er buchstabiert das Wort Liebe und erklärt, was ihm jeder einzelne Buchstabe bedeutet. Auch mir bedeutet die Liebe sehr viel.
Bei uns dröhnen eigentlich jede Nacht die Sound Systems. Damit sind wir aufgewachsen. Und immer wieder hörst du vereinzelte Schüsse. Es ist der totale Bandenkrieg, der reinste Wahnsinn. Das ist die Kulisse, vor der ich groß geworden bin.„

Ihren ersten Clip dreht Terry Lynn in einem Schlachthof. Während am Drehtag dort sieben Tiere ihr Leben lassen müssen, sterben in Jamaikas Straßen täglich mehr als zehn Menschen. Jedes Jahr werden hier rekordverdächtige 1.750 Tötungsdelikte begangen. Doch Terry nimmt den Kampf gegen Elend und Korruption auf und beschreitet dabei unorthodoxe Wege. Terry Lynn: „Um bekannt zu werden, musst du einem DJ 50- bis 100.000 Jamaika-Dollar geben, damit er deinen Song im Radio spielt. Wenn du das nicht zahlen kannst, wirst du im Radio nicht gespielt. Ich wollte das unterlaufen und habe, statt den DJ zu schmieren, die 100.000 für 500 CDs ausgegeben, und sie verteilt, so dass die Leute sie hören können, so oft sie wollen. So weiß ich wenigstens, dass meine Musik die Leute erreicht.“

Links

Album

Kinsgtonlogic
Terry Lynn
Bei Feraltone

Bonus Video

Terry Lynn Live im Social Club


Clips



Terry Lynn - Jamaican Girls



Terry Lynn - System

Live

25 Nov. 2009 - Suedpol, Luzern
26 Nov. 2009 - Club Bonsoir, Bern
27 Nov. 2009 - Palace, St. Gallen
28 Nov. 2009 - Stall 6, Zurich
4 Dez. 2009 - Cargo, London
4 Dez. 2009 - Transmusicales Festival, Rennes
12 Dez. 2009 - Riders Palace, Laxx

Spezial Global Tracks
Dienstag 21. Dezember 2010 um 05.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2010, 52mn)
ARTE F

Erstellt: 21-10-09
Letzte Änderung: 22-02-11


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