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24.07.07 : 23.40 - The Big Pink - 02/09/08

The Big Pink

Eine Frau, drei Männer, sechs Kinder. Ein Leben in Kalifornien, Thailand, Italien, Portugal, Tansania und Senegal. Die ungewöhnliche Lebensgemeinschaft entstand aus einem Kleinfamilienidyll der 60er Jahre, und ihre Geschichte ist noch nicht zu Ende. Der Dokumentarfilm erzählt mit Originalmaterial aus den 60er- und 70er Jahren sowie neu gedrehten Interviews von einer ausgelebten Sehnsucht nach Freiheit.

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Monica, die Zentralfigur des Films, wird in den USA geboren. Mit 16 schicken ihre Mutter und ihr aus Deutschland stammender Stiefvater sie auf ein bayerisches Internat. Monica zieht 1962 nach München. Dort lernt sie Franz kennen, und die beiden heiraten. Dann verliebt sich Monica in Adrian. Die drei versuchen in einer Art ménage à trois zu leben, ihr Vorbild: Truffauts Film "Jules und Jim".

Im Jahr 1968 geht Franz an die Universität Berkeley. Monica und Adrian folgen ihm. In Kalifornien schließen sie sich der Hippiebewegung an. Als sie nach einem Jahr nach München zurückkehren, wohnen sie mit anderen Kommunarden im Schloss der Gräfin von Lehndorff.

1970 ziehen sie nach Thailand. Dort treffen sie Ekki. Er wird der Vater von Monicas zweitem Kind. Drei Jahre später gehen alle gemeinsam ins schweizerische Ascona. Die folgenden Stationen lauten Portugal und Tansania. Schließlich siedeln sie sich auf einer kleinen Insel vor der Küste des afrikanischen Senegal an.

Die ungewöhnliche Großfamilie ist stets von Globetrottern und Rucksacktouristen, aber auch von engagierten Entwicklungshelfern umgeben. Für die fünf eigenen Kinder und das senegalesische Adoptivkind sorgen sie gemeinsam. Franz verdient den Lebensunterhalt, Adrian gibt den fürsorglichen Vater und Ekki den stets gut gelaunten Spielkameraden. Und über allen wacht die Mutter Monica.

Doch dann verlassen Franz und Ekki die Gemeinschaft und kehren nach Europa beziehungsweise in die USA zurück. Nur Adrian bleibt bei Monica. Die beiden leben mittlerweile in Pakistan. Die sechs inzwischen erwachsenen Kinder haben sich an unterschiedlichen Orten der Welt niedergelassen.

Kolin Schult und Monica Neven du Mont erhielten für "The Big Pink" 1996 einen Adolf-Grimme-Preis.

In der "Neuen Zürcher Zeitung" war über "The Big Pink" zu lesen: "Ein Road Movie? Ein Hippie-Film? Ein Traum? Oder etwa ein Wellenrauschen aus einer Zeit, die zurückgelassen wurde, um sie gegen ein Leben mit Fast food, Quick-Money und Hightech einzutauschen? Vielleicht. Schult selbst nennt sein filmisches Dokument schlicht 'ein Märchen'. Und in gewisser Weise hat er natürlich Recht. Denn es mutet heutzutage wie ein Märchen an, was der 'Viererbande' in den 60er- und 70er Jahren gelungen ist. In dem farbenfrohen Bilderbuch finden sich eine glücklich-gelöste Monica, Männer ohne Eifersucht, Kinder ohne Probleme oder Streitsucht, Flugzeuge, die scheinbar kostenlos Hippies und ihre Kinderschar in traumhafte Landschaften fliegen, zu Häusern und Gärten, die einfach da sind und nach keinem Miet- oder Pachtzins verlangen [...] Im Zentrum dieser paradiesischen Inselwelten: die stets verlockende Kommunardin und Super-8-Filmerin Monica."
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The Big Pink
Dienstag, den 24. Juli 2007 um 23.40 Uhr
Dokumentarfilm, Deutschland 1994, ZDF, Stereo
Regie: Kolin Schult
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Erstellt: 02-09-08
Letzte Änderung: 02-09-08