Schriftgröße: + -
Home > Kultur entdecken > Musik-News

Musik-News

Ob Pop oder Rock, Electro, Klassik, Jazz, World.... unsere brandaktuellen Musik-News der Woche. Wie immer mit zahlreichen Videos und Hörproben. CDs zu gewinnen!

> Jazz > Hawkins, Coleman

Musik-News

Ob Pop oder Rock, Electro, Klassik, Jazz, World.... unsere brandaktuellen Musik-News der Woche. Wie immer mit zahlreichen Videos und Hörproben. CDs zu gewinnen!

Musik-News

06/11/2007 - Jazz - 28/08/08

The Coleman Hawkins, Roy Eldridge, Pete Brown, Jo Jones All Stars

„At Newport”


Der Konflikt zwischen Ost und West spielt sich während des Kalten Krieges nicht nur auf der politischen Weltbühne ab. Seit den 50er Jahren konkurrieren in den USA fernerhin zwei Jazzfestivals an der Ost- und Westküste um die Gunst der Musiker und des Publikums.

Hören sie auch

Weitere Artikel zum Thema

CD Tipps von A bis Z

>> CDs zu gewinnen

I Can’t Believe That You’re In Love With Me (Real Audio)
Moonglow (Real Audio)
Sweet Georgia Brown (Real Audio)

Das erste amerikanische Jazzfestival findet 1954 in Newport in Rhode Island statt. Duke Ellington feiert dort 1956 sein Comeback und John Coltrane brilliert bei seinem Liveset im Miles Davis Quintet. Und bereits 1958 setzen die Regisseure Aram Avakian und Bert Stern dem Newport Festival mit ihrem Dokumentarfilm „Jazz On A Summer’s Day“ ein Denkmal. Nur vier Jahre nach dem ersten Konzert in Newport, eröffnet Billy Holiday mit einem ihrer letzten Liveauftritte das Monterey Jazzfestival. Der Jazzmusiker und Radiomoderator Jimmy Lyons und sein Partner Ralph Gleason haben sich ihren Traum erfüllt, von einer „kleinen Waldlichtung, auf der die besten Jazzer der Welt auf einer Bühne spielen sollten, an einem Wochenende voll Jazz.“

Als Alternative zu den beengten und verrauchten Jazzclubs in den Städten, locken die Sommer-Festivals im Grünen eine neue Hörerschaft an. Ganze Familien pilgern seit Mitte der 50er Jahre nach Monterey und Newport, um Jazz live zu erleben. Dabei bleibt es jedem selbst überlassen, welches der Festivals sein persönlicher Favorit ist. Denn vor allem geht es darum, die Jazzmusiker spielen zu sehen und zu hören. Nun erstmals auf CD, erscheint eine Auswahl der zahlreichen Livemitschnitte der beiden Jazzfestivals. Verve veröffentlicht die Newport-Alben in liebevoller Gestaltung und mit den original Linernotes der Schallplatten, und die CDs der Monterey-Jazzfestival-Records warten mit aktuellen Texten auf. Aus der Liste der Musiker, die von Oscar Pettiford, John Coltrane, Louis Armstrong, Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan bis zu Count Basie reicht, um nur einige zu nennen, werden nun zwei Alben exemplarisch vorgestellt.

1957 betritt Coleman Hawkins mit seinem langjährigen Trompeter Roy Eldridge und dem legendären Drummer Jo Jones die Bühne des Newport Festivals. Der Saxophonist Hawkins, der mit seinem Spiel Generationen von Musikern geprägt hat, vollführt bei der Darbietung von „Moonglow“, „Day By Day“ und „Sweet Georgia Brown“ seinen unverwechselbaren Spagat zwischen Bebop und Modern Jazz.

Sechs Jahre später wird der großartige Thelonious Monk Mitglied von Hawkins Sextett, dem er von 1943 bis 1945 angehört. In der Monterey Jazz Festival Aufnahme von 1964 tritt Monk mit seinem eigenen Quartett auf, in absoluter Höchstform.

  • Zum Abschluss, sind für einen allgemeinen Überblick, die beiden Kompilationen „V.A. The Best Of Newport ‘57“ und „V.A. Live At The Monterey Jazz Festival Highlites“ wärmstens zu empfehlen.


  • und eine DVD:
    Thelonious Monk
    “Live In ‘66”
    TDK / Jazz Icons / Naxos

Blue Monk (Real Audio)
Rhythm-A-Ning (Real Audio)
Straight, No Chaser (Real Audio)


Thelonious Monk ist berühmt für seine wechselnden Kopfbedeckungen, legendär ist sein einzigartiges Klavierspiel. Als archetypisch kann man seine Komposition „Blue Monk“ bezeichnen, in der er virtuos die Melodie zerpflückt und gegen den Rhythmus spielt. Dank der grandiosen Jazz-Icon-Serie kann man den „High Priest of Bebop“ bei zwei Livekonzerten bewundern, unter anderem wie er 1966 in Norwegen mit Pelzmütze und Ohrenschutz seinen „Blue Monk“ zelebriert. Während seine Füße unter dem Klavier einen rhythmischen Powerslide vollführen, jagen seine beringten Finger kreuz und quer über die Klaviatur. Ebenso herrlich ist es anzusehen, wenn sein Saxophonist Charlie Rouse, der Bassist Larry Gales oder der Schlagzeuger Ben Riley ihren Solopart spielen, und Monk dabei nicht mehr auf seinem Hocker zu halten ist. Leicht wippend, fast schon tänzelnd umkreist er dabei seine Mitmusiker, ob bei „Lulu’s Back In Town“, „’Round Midnight“, „Don’t Blame Me“ oder „Epistrophy“, die allesamt auf der wunderbaren DVD enthalten sind. Ein absoluter Augen- und Hörgenuss!

Matthias Schneider
..............................
CD
The Coleman Hawkins, Roy Eldridge, Pete Brown, Jo Jones All Stars
„At Newport”
Verve / Universal
Jazzecho.de

DVD
Thelonious Monk
“Live At The 1964 Monterey Jazz Festival”
Universal

Erstellt: 05-11-07
Letzte Änderung: 28-08-08


+ aus Kultur entdecken