Synopsis: Joanna Eberhart (Nicole Kidman), erfolgreiche Reality-Show-Produzentin, ist mit ihren Nerven am Ende, als sie wegen eines Amok laufenden Opfers einer ihrer Sendungen ihres Postens enthoben wird. Um ihre marode Ehe und ihre Psyche zu retten, schlägt Ehemann Walter (Matthew Broderick) vor, gemeinsam mit den Kindern nach Connecticut umzuziehen – dort, in einem Kondominium namens Stepford, ist alles zu schön, um wahr zu sein – jede Familie wohnt in einem palastartigen Haus, es gibt keine Minderheiten, keine Gewalt und sämtliche weiblichen Einwohner dort sind so wunderschön, anschmiegsam und hausfrauenbrav, dass es an ein Wunder grenzt angesichts ihrer durchweg hässlichen, langweiligen Ehemänner.
Nur die chaotische Schriftstellerin Bobbie Markowitz (Bette Midler) und ein schwuler, exzentrischer Klatschreporter ragen aus dem Einheitsgelächle heraus. Bald aber funktionieren auch sie wie angepasste Roboter. Was haben Stepford-Chef Mike Wellington (Christopher Walken) und seine Ehefrau Claire (Glenn Close) mit der Perfekte-Welt-Idylle zu tun, fragt sich Joanna, deren Sog auch Ehemann Walter immer mehr erliegt?
Von dieser bedrohlich echten Schreckensvision aller in der Emanzipation begriffenen Frauen und Männer der 70er Jahre bleibt im Remake von Regisseur Frank Oz im gegenwärtigen Zurück-zu-alten-Werten-Zeitalter kaum noch etwas übrig. Bis auf die Szene, in der einer der prallbusigen, dauerlächelnden Frauenroboter sich bei einer Tanzveranstaltung ein paar Mal zu oft im Kreis gedreht hat und außer Kontrolle gerät. Ansonsten haben die Macher des Remakes eher eine kurzweilige post-feministische Satire, in der Insider-Wortwitze und komödiantische Übertreibungen den Status-Quo des Geschlechterverhältnisses massenkompatibel ausloten.
Außer ein paar amüsanten Onelinern und situationskomischen Einsichten zum Thema Konsumgesellschaft, Feminismus und neokonservativem Vorortspießertum hat die Farce dem Original nicht viel Originelles hinzuzufügen. Zuckersüße, jeden Handlungspunkt, ob gefährlich oder wiztig, überdeutlich kommentierende Musik, dazu überdrehte Schauspielleistungen vor allem von Clenn Close bewirken, dass einem mit den ferngesteuerten Stepford Wives das Lachen oder vielmehr Lächeln schnell eingefriert.
Martin Rosefeldt
Regie: Frank Oz
Drehbuch: Paul Rudnick
Darsteller: Nicole Kidman, Matthew Broderick, Bette Midler, Christopher Walken, Glenn Close
USA, 2004, 106’






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