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Art Star
Hey Fläsk
Have Love Will TravelEs ist ein Ding der Unmöglichkeit, The Thing in eine musikalische Schublade zu pressen. Konzentrierte sich das norwegisch-schwedische Mischtrio anfänglich noch auf Free-Jazz Interpretationen von Don Cherry, Butch Morris und Frank Lowe, so haben sie bei ihrem dritten Album „Garage“ eine härtere Gangart eingelegt. Nicht nur der Titel ist eine Reminiszenz an den wilden ungestümen Garagen-Rock, auch die Interpretationen der Musiker beschäftigen sich intensiv mit diesem Genre. Eine ungewöhnliche Konstellation, denkt man im ersten Moment. Doch wer sich die Free-Jazz-Improvisationen zu den Kompositionen der Yeah, Yeah, Yeahs, The White Stripes und den Gottvätern des Punkrocks, The Sonics, anhört, wird durchaus eines Besseren belehrt. Denn wie selbstverständlich reichen sich hier zwei Musikstile die Hände, die nicht nur aufgrund ihres Publikums, als extrem unterschiedlich gelten. Wahrscheinlich ist es die Kultur des Jazz und des Punk, die diese Symbiose so exotisch erscheinen lässt. Sobald man sich aber auf die Musik einlässt, zeichnet sich eine gleichermaßen ungestüme Kraft und Energie ab, die sie zu Geistesverwandten macht. Der schwedische Saxophonist Mats Gustafsson hat in Ingebrigt H. Flaten und Paal Nilssen-Love, dem angeblich radikalsten norwegischen Rhythmusduo, die kongenialen musikalischen Partner für sein Projekt gefunden. Gustafsson bewegt sich mit Vorliebe in musikalischen Grenzbereichen und hat schon mit Gleichgesinnten wie Sonic Youth, Gush, David Gubbs und Peter Brötzmann zusammengearbeitet. Hieraus resultierten seine Anregungen für das „Garage“ Album, mit seinen Neuinterpretationen, die weitaus dynamischer und markiger als die Originale klingen und deren bisher verstecktes Potenzial offen legen.
Matthias Schneider
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The Thing
„Garage“
Smalltown Superjazz / Rough Trade
www.smalltownsupersound.com







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