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15/06/09

The Zombies

Eine Reportage von Frank Jastfelder


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Ihr Album „Odessey & Oracle“ gilt unter Kritikern und Kollegen als Meisterwerk. Dave Grohl von den Foo Fighters behauptet zum Beispiel, das der Song "Care of Cell 44" sein Leben verändert hätte. Nur schade, dass die Zombies das nicht von sich selbst behaupten können. Denn als der Song erscheint, ist die Band schon Geschichte. Dabei fängt alles prima an.
Gleich mit ihrer ersten Single erobern die Jungs aus England Amerika. 1964 findet die Invasion statt, die Zombies sind an forderster Front mit dabei. „She’s Not There“, die erste Single der Zombies, erreicht gleich Platz zwei in den amerikanischen Charts. Und ist dem simplen, vom Rhythm & Blues geprägten Beat der anderen Briten meilenweit voraus. Während die Konkurrenz mit drei Gitarren aufkreuzt, spielt Rod Argent Keyboard.
Im Laufe der nächsten zwei Jahre nehmen die Zombies ein Album und zehn weitere Singles auf. Bis auf die zweite Nummer „Tell Her No“ erreicht nichts davon die Top Twenty. Für die Band hat der fehlende Erfolg viele Gründe. Mal sind es die falschen Songs, mal die falschen Produzenten. Eines ist allerdings von Anfang an falsch:

Colin Blunstone: "Unsere ersten Pressefotos waren grauenhaft. Unser Biografie – furchtbar. Der Pressetyp fragte uns, was wir bisher so gemacht hätten. Und wir sagten, nicht so viel. Wir kamen ja gerade erst aus der Schule. Also hat er unsere guten Noten zum Thema gemacht. Die Leute wollen ihre Rockbands wild und rebellisch – und was waren wir? Schuljungs! Ich glaube, davon haben wir uns nie mehr erholt."

Rod Argent: "Wenn man sich die Manager anderer Bands ansieht – die Stones hatten Andrew Loog Oldham, die Beatles Brian Epstein. The Who hatten ein fantastisches Management. Die hatten alle ihr Image sorgfältig geplant. Wer auch immer uns gemanagt hat, hatte absolut keinen Plan."

1967 - mitten im Summer of Love - nehmen die Zombies die Dinge dann selbst in die Hand. Mit neuem Management und Plattenvertrag produzieren die fünf ihr zweites Album „Odessey & Oracle“ selbst. "Odessey & Oracle" verkörpert den perfekten 60s Pop. Eingängige Melodien, barocke Arrangements und der mehrstimmige Harmoniegesang machen den Sound der Zombies unverwechselbar. Noch bevor das Album im April 68 erscheint, löst sich die Band auf. Odessey floppt. Zwar gelingt ihnen `69 mit „Time Of The Season“ noch ein Riesen Hit in den USA, doch für eine Reunion ist es zu spät. Rod gründet die Band "Argent", Colin startet eine Solo-Karriere und die anderen drei arbeiten in der Musikbranche weiter. Es soll ganze 40 Jahre dauern, bis sie „Odessey & Oracle“ zum ersten mal live performen.

Links


Video

The Zombies - Time of the Season

25

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Samstag 27. Juni 2009 um 00.30 Uhr
Keine Wiederholungen
(Deutschland, 2009, 52mn)
BR

Erstellt: 11-06-09
Letzte Änderung: 15-06-09


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