Schriftgröße: + -
Home > Bühne > Brief an den Vater von Franz Kafka

ARTE KULTUR - 05/04/07

Thibault de Montalembert inszeniert Kafkas "Brief an den Vater"

Der wohl bekannteste Brief der Literaturgeschichte wurde nie abgeschickt: Franz Kafkas "Brief an den Vater" aus dem Jahre 1919. Die Abrechnung mit dem übermächtigen Erzeuger kommt nun als Monolog auf die Bühne des Pariser Théâtre de la Bastille.

Weitere Artikel zum Thema

Auf der Bühne

Die Reportage sehen (real video - 2mn41)

Im Herbst 1919 wurder er verfasst, der im Original über einhundert Seiten lange Brief an den Vater. Ausgelöst durch die ablehnende Haltung des Vaters gegenüber den "unstandesgemäßen" Heiratsabsichten des Sohnes, versuchte Franz Kafka in jenem Dokument, das schwierige Vater-Sohn-Verhältnis aufzuarbeiten. Der Brief ist Anklage und Selbstanalyse zugleich und gibt Einblick in das komplizierte Seelenleben des Autors.
Am Pariser Théâtre de la Bastille hat Thibault de Montalembert das Werk nun auf die Bühne gebracht. Sein Freund Thierry de Peretti spielt Franz Kafka und liefert eine faszinierende Interpretation dieses Briefes an den Vater. Mit seinen 36 Jahren ist Thierry de Peretti genau so alt wie Kafka, als dieser seinen "Brief an den Vater" schrieb. Distanziert und doch sehr gefühlvoll interpretiert er diesen Text und vermittelt so seine universelle Tragweite.
...............................................
Aufführung:
Brief an den Vater von Franz Kafka
Inszeniert von Thibault de Montalembert
Mit Thierry de Peretti als Franz Kafka.
Bis zum 07. April 2007
am Théâtre de la Bastille.
>> Théâtre de la Bastille

Buch-Tipp:
Brief an den Vater. Fassung der Handschrift
Franz Kafka
Fischer Verlag (Tb.), 1999
ISBN-10: 3596146747
ISBN-13: 978-3596146741


Brief an den Vater. 2 CDs.
Franz Kafka, gelesen von Stefan Fleming
Hörsturz, 2001
ISBN-10: 3902123206
ISBN-13: 978-3902123206
..........................................................................................
ARTE Kultur
April 2007

Erstellt: 05-04-07
Letzte Änderung: 05-04-07