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17.04., 23h40 - 07/04/06

Tosca

Der Leinwanderfolg des berühmtesten Ehepaares der Oper: Angela Gheorghiu und Roberto Alagna: Der französische Regisseur Benoît Jacquot hat Puccinis berühmte Oper verfilmt, in der es, wie so oft bei Verdi, um tragische Liebe geht, die tödlich endet. Der Maler Mario Cavaradossi wird des Hochverrats angeklagt. Seine Geliebte, die Sängerin Tosca , versucht ihn zu schützen, doch der Baron Scarpia, Polizeichef von Rom weiß sich ihre Eifersucht zu Nutze zu machen.

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Regie: Benoît Jacquot
Drehbuch: Giacomo Puccini
Kostueme: Christian Gasc
Mit: Angela Gheorghiu (Tosca), Roberto Alagna (Mario Cavaradossi), Ruggero Raimondi (Scarpia), David Cangelosi (Spoletta), Sorin Colibani (Sciarrone), Enrico Fissore (Kirchendiener), Maurizio Muraro (Angelotti)
Oper, Deutschland / Frankreich / Großbritannien 2001
ARTE/WDR

 

Rom im Jahr 1800: Kurz nach dem Sieg Napoleons über die österreichischen und neapolitanischen Truppen in der Schlacht von Marengo brechen in der Stadt politische Unruhen aus. Dabei gerät der Maler Cavaradossi in die Fänge des grausamen Polizeipräfekten Scarpia, weil er einem entflohenen politischen Häftling Obdach gewährt hatte. Um ihren Geliebten Cavaradossi zu befreien, lässt sich die schöne Sängerin Tosca mit Scarpia ein. Doch als der bei einem Erpressungsversuch zudringlich wird, ersticht Tosca den Polizeipräfekten. Als Scarpias Männer Cavaradossi vor den Augen Toscas erschießen, stürzt sie sich von der Engelsburg und folgt dem Geliebten in den Tod.

 

Regisseur Benoît Jacquot ("Der siebte Himmel", 1997, "Sade", 2000) lässt die Handlung und Partitur des Originals unangetastet. Die Musik wurde zunächst in London von der EMI für CD-Aufnahmen produziert. Dabei entstanden Schwarz-Weiß-Filmaufnahmen, die dem Spielfilm dokumentarische Aspekte hinzufügen. Die drei römischen Handlungsorte der Oper wurden in den MMC-Studios in Köln-Ossendorf nachgebaut. Die vorproduzierte Musik wurde in die Handlung eingespielt. Die Sänger spielten unter Jacquots Anleitung und sangen dabei ihre Partien noch einmal, ohne dass die Töne aufgezeichnet wurden. Damit konnten die Nachteile, die normalerweise mit Vollplayback verbunden sind, neutralisiert werden. Der Film ist eine englisch-französisch-deutsch-italienische Koproduktion, an der die Filmstiftung NRW und der WDR beteiligt sind. Der Film feierte seine Premiere im August 2001 beim Filmfestival in Venedig.

 

Angela Gheorghiu wurde 1965 in Adjud/Moldawien geboren. Sie besuchte die Musikakademie in Bukarest, die sie 1990 verließ. Ihre Karriere begann 1991 mit dem Engagement am Londoner Covent Garden, wo sie mit der Partie der Zerlina in Mozarts "Don Giovanni" debütierte. Es folgten an diesem Haus die Mimi in Puccinis "La Boheme", Liu in Puccinis "Turandot", Micaela in Bizets "Carmen" und Nina in Massenets "Cherubin". 1992 gab sie ihr Debüt an der Wiener Staatsoper als Adina in Donizettis "Liebestrank", wo sie in der Folgezeit auch Mimi, Nannetta in Verdis "Falstaff" und Violetta in Verdis "La Traviata" sang. Nach einem Vorsingen in Bayreuth verpflichtete sie der Dirigent James Levine an die Metropolitan Opera in New York, wo sie mit der Mimi in Puccinis "La Boheme" 1993 erstmals auftrat. Mit dieser Paraderolle, inzwischen von der Presse mit dem Etikett "die neue Callas" gefeiert, gastierte sie an den Opernhäusern von Wien, Hamburg, München, Zürich, Oslo, Prag, Bukarest und Brüssel, wo sie 1993 auch die Micaela in Bizets "Carmen" sang. Mit ihrem sensationellen Auftritt als Violetta in Verdis "La Traviata" 1994 am Londoner Royal Opera House gelang ihr der internationale Durchbruch. 1994 sang sie zum ersten Mal in Donizettis "Liebestrank" an der Staatsoper in Hamburg. Seit 1996 ist sie mit dem Startenor Roberto Alagna verheiratet, mit dem sie auch gemeinsam auftrat. Seite an Seite waren sie beispielsweise in Titelrollen von "Romeo und Julia" im Jahr 2000 im Covent Garden zu sehen oder in der Berliner Philharmonie ein Jahr später, wo sie Verdis Requiem gemeinsam interpretierten.

 

Erstellt: 07-04-06
Letzte Änderung: 07-04-06