Fliegen ist der Urtraum der Menschheit. Aber Leonardo da Vincis Erfindungen blieben alle am Boden und 1912 wurde aus Franz Reichelts Sprung im Fallschirm-Anzug vom Eifel-Turm ein Flug ins Paradies. Erst Anfang der 50er Jahre flog Leo Valentin mit seinen starren Flügeln eine Strecke von immerhin fünf Kilometern bevor er seinen Fallschirm öffnete. Zwei Jahre später jedoch, kam er bei einem erneuten Versuch ums Leben. 1996 erfindet Patrick de Gayardon den ersten steuerbaren Vorgänger des heutigen Wingsuits. 98 wird zwar auch ihm der Griff nach den Wolken zum Verhängnis, doch die neue Generation von Jumpern lässt sich von den Pforten des Himmels weiterhin anlocken. Am Anfang war der Wingsuit nur ein Gadget klassischer Fallschirmspringer, bis die Base Jumper ihn sich unter den Nagel rissen. 1996 installiert Jean-Noel Itzstein aus Lyon sein Atelier für Fallschirm-Taschen am Fuße des Mont Blanc in Chamonix. In kürzester Zeit wird es zum Hauptquartier aller alpinen Base Jumper. Jean-Noel Itzstein gilt als Pionier des Base Jump in Frankreich und begann schon vor sieben Jahren mit ersten Entwürfen für Flügel-Anzüge. Heute gehört er zu den wenigen Überfliegern, die mit ihren Wingsuits ins Leere springen.
Loic Jean Albert ist im Fallschirm-Club seiner Eltern auf der Insel La Réunion aufgewachsen und springt schon solange er denken kann. Mit 18 trifft er Le Gayardon, dessen Flügelanzug ihn dermaßen anturnt, dass er beschließt ein eigenes Modell zu entwerfen. Inzwischen ist Loic die weltweite Wingsuit-Referenz und einer der Einzigen, der mit 120 Km/h nur ein paar Meter über den Boden fegt. Der heute 26-Jährige Stuntman jettet um die ganze Welt und landete bis jetzt immer weich.
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TRACKS
Donnerstag, den 26. August 2004 um 23.30 Uhr
Wiederhol. am Samstag, den 28. August um 17.45 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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