
06.01.2007
VideoTschad : Opfer des Darfour-Terrors
Von Nathalie Georges, Elsa Kleinschmager und Florence Thouly
ARTE GEIE - France 2006
Genau wie in Darfour terrorisieren die Djandjawids , schwer bewaffnete arabische Milizen die einheimische schwarze Bevölkerung. Seit Harbst 2006 sind bereits mehrere hundert Einwohner in diesem Teil des Tschad getötet worden und zehntausende Bauernfamilien wurden vertrieben, es sind nun Flüchtlinge im eigenen Land.
Mindestens 100 000 Tschad-Bewohner teilen das Lager-Schicksal von 200 000 Sudanesen, die aus der Region Darfour im Nachbarland Zuflucht finden konnten, sich aber immer noch von den arabischen Reiterhorden bedroht fühlen.
Die Behörden des Tschad leisten nicht die gebotene Hilfe, sie sind zu sehr mit einer Rebellengruppe befasst, die den Sturz von Tschad-Präsident Idriss Devy anstrebt. So bleiben nur die wenigen humanitären Hilfsorganisationen, die die Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln und Medikamenten versorgen. Die Arbeit vor Ort wird regelmässig durch bewaffnete Zusammenstössen zwischen Rebellen und der offiziellen Armee erschwert, dabei sind in mehreren Fällen auch Lebensmittellager der Hilfsorganisationen überfallen und geplündert worden.
Die Darfour-Krise breitet sich aus und wieder scheint die Weltöffentlichkeit kaum Notiz von dieser Tragödie zu nehmen.







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