Alexander Tschumitschow war der persönliche Fotograf Gorbatschows. Sechs Jahre lang hat er den Erfinder der Perestroika und Vorreiter des neuen Denkens aus nächster Nähe beobachtet. So zeigen seine Erinnerungen und Fotos Gorbatschow aus einer ganz besonderen Perspektive.

György Dalos: Der Vorhang geht auf.
Das Ende der Diktaturen in Osteuropa.
1989 war der Kommunismus endgültig bankrott. Die Sowjetunion überließ ihre Satellitenstaaten dem eigenen Schicksal, von der "sanften" Revolution in der CSSR bis zum Massaker in Bulgarien. György Dalos hat eine fazinierende Zusammenschau verfaßt.

Außerdem geben als wichtige Zeitzeugen unter anderem der ehemalige Premierminister Nikolai Ryshkow und der Sprecher des sowjetischen Präsidenten, Andrej Gratschow, Einblick in die Machtkämpfe, denen sich Gorbatschow in der Zeit der Perestroika stellen musste.
Den Bogen zur Gegenwart schlagen zwei einfache Parteimitglieder. Die Ärztin Margarita Shelnina aus dem nordrussischen Pskow und der Kolchosevorsitzende Wassili Gorin aus dem südrussischen Belgorod hatten auf dem 27. Parteitag der KPdSU 1986 das Sowjetsystem öffentlich kritisiert und so für Gorbatschows Reformen Partei ergriffen. Dennoch haben sie sich mit den Verlust der Sowjetunion bis heute nicht abfinden können.
Die Dokumentation zeichnet die sowjetische Geschichte vom Tod Breschnews bis zum Rücktritt Gorbatschows nach.
Im Jahr 1989 begann sich der Fall des Eisernen Vorhangs abzuzeichnen: Länder wie Polen, Rumänien, Ungarn und Litauen lösten sich von der Sowjetunion, es kam zu Umstürzen und Revolutionen. Dieser Umbruch jährt sich 2009 zum 20. Mal, Anlass genug für ARTE, dem Fall des Eisernen Vorhangs und seinen Folgen einen Programmschwerpunkt zu widmen. Der zweite Teil des Zyklus wird im September zum 20. Jahrestag des Mauerfalls ausgestrahlt.







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