Es ist Herbst, und im malerischen Pariser Innenhof bei „Venus & Apoll“ herrscht rege Betriebsamkeit. Doch etwas zieht den Blick der Kosmetikerinnen immer wieder in den Bann: Direkt gegenüber des Schönheitssalons kündigt ein Schild die Eröffnung einer Kunstgalerie mit dem Namen „Calas“ an. Die Galeristin, Angie Dupré, 38 Jahre alt, feinsinnig und elegant, kommt geradewegs aus New York. Angie ist nicht zufällig in Paris. Ein Brief ihrer Mutter Nicole hat sie dazu bewogen, ihrem Leben überraschend eine Wendung zu geben; ein Brief mit einem Foto, auf dem Ingrid vor dem Hintergrund ihres Schönheitssalons in die Kamera lächelt…
Was war geschehen? Vor dreißig Jahren wurde Angies Vater ermordet. Seither befindet sich Angies Mutter Nicole in einer psychatrischen Anstalt in Paris. Seit ihrer Kindheit hat Angie keinen Kontakt mehr zu ihr. Den Mord an ihrem Vater hat sie verdrängt, zu schwer war die zu leistende Trauerarbeit für die kleine Anne-Gisèle. Und so vermag die heute 38-Jährige die Vergangenheit nicht mehr zu fassen. Sie erinnert sich an nichts. Nur ab und an tauchen bizarre Erinnerungsfetzen auf, verbunden mit heftigen Kopfschmerzen. Der Brief ihrer Mutter bringt die erfolgreiche New Yorker Geschäftsfrau dazu, nach Paris zu reisen - und von dort aus in ihre Vergangenheit. Angie will den Tod an ihrem Vater rächen.






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