Mit Philippe Torreton, Ayanat Ksenbai, David Bennent, Vladimir Aryskin, Tanyrbergen Berdongarov
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Kritik: ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT ist in vielerlei Hinsicht ein besonderer Film. Er ist ein großartiges Alterswerk von Regisseur Volker Schlöndorff, ein berührendes Werk, das sich durch sein Schweigen und die Weite der kargen Landschaft Kasachstans definiert. Philippe Torreton, der in vielen Filmen von Bertrand Tavernier zu sehen ist, erschien Volker Schlöndorff für die Rolle prädestiniert, denn er besitzt eine sehr starke körperliche Präsenz: "Er gefiel mir, weil er so geerdet ist, mit beiden Beinen auf dem Boden steht, wie man so sagt, kein Schöngeist. Die Gefahr war groß, dass dieser Charles esoterisch wirkt, dass er sein Leiden vor sich herträgt, seine Seele herauskehrt. Deshalb musste der Darsteller sehr körperlich sein, fast unsensibel, dickköpfig, stur in seinem Wüten gegen das Schicksal."
Charles lässt die ganze Zivilisation hinter sich. Seine große Todessehnsucht zeigt Schlöndorff durch Situationen, in die der Reisende gerät. Bereits an der Grenze werden ihm seine Papiere gestohlen, doch er kümmert sich nicht um neue. Auf einer exzessiven Party wirft er mit seinem Geld nur so um sich. Sein Mietauto funktioniert nicht. Er lässt es stehen und geht eben zu Fuß weiter. Als Zuschauer ahnt man, dass dieser Mann es ernst meint, dass er nichts mehr zu verlieren hat. Es ist die letzte Reise, die der Spezialist für Zentralasien unternimmt.
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Shakuni ist eine sehr ungewöhnliche Figur, direkt dem Gehirn des Drehbuchautors Jean-Claude Carrière entsprungen, mit dem Schlöndorff bereits mehrfach, u.a. für DER UNHOLD (1996) und DIE BLECHTROMMEL (1979) zusammen arbeitete. Shakuni sammelt seltene Worte, verkauft sie gegen Essen anderen Nomaden und vertreibt böse Geister. Shakuni weiß die seltsamsten und skurrilsten Geschichten zu erzählen, und es gelingt ihm für kurze Zeit, Charles von seiner Todessehnsucht abzulenken. David Bennent spielt ihn, Schlöndorff arbeitete bereits mit ihm bei DIE BLECHTROMMEL zusammen. Damals allerdings war David Bennent fünf Jahre alt. Seine legendäre Rolle als Oskar Matzerath, der nicht wachsen will, beschreibt er selbst als eine Art "goldener Fluch", denn auch nach fast dreißig Jahren wird der Schauspieler immer noch darauf angesprochen, manchmal sogar darauf reduziert.
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ULZHAN - DAS VERGESSENE LICHT erzählt eine Geschichte darüber, wie schwer es ist zu sterben. ULZHAN ist ein sehr ruhiger Film, mit wenig Dialog, großartigen Schauspielern und den Weiten Kasachstans als einmaliger Kulisse für ein berührendes Drama eines Menschen mit Todessehnsucht.
Nana A.T. Rebhan






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Eine Reise durch die Weite Kasachstans


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