

Ein Auszug aus dem Film
Der Film
In Frankreich ist das Verhältnis zwischen Bürgern und Polizei aufgrund der jüngsten Geschehnisse wieder zu einem vieldiskutierten Thema geworden. In der Öffentlichkeit sorgen Entgleisungen seitens der Polizei für Aufsehen, wie zum Beispiel willkürliche Personenkontrollen, die sich scheinbar am Aussehen der Passanten orientieren, brutale Gewalt in den Kommissariaten, rassistische Beschimpfungen und gewaltsame Übergriffe. Aber auch die mangelhafte Ausbildung der Polizeikräfte und die Schüsse auf Polizisten während der Krawalle an sozialen Brennpunkten sind Gegenstand der Debatte. Besonders beklagen die Franzosen die Abschaffung der Nachbarschaftspolizei in den Problemvierteln, die nunmehr sich selbst überlassen bleiben.
In der Dokumentation über Rolle und Stellung der Polizei in der französischen Gesellschaft kommen zahlreiche Polizisten und Polizistinnen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft zu Wort. So schildert ein Schweizer Polizeibeamter mit 20-jähriger Berufserfahrung in Genf seine Eindrücke, die er nach den Vorort-Krawallen vor einigen Jahren in Frankreich gewonnen hat. Erschüttert berichtet er über ein Klima des Misstrauens, über systematische Verdächtigungen zwischen Polizisten und Bürgern, über festungsähnliche Kommissariate und die mangelnde Ausstattung und Ausbildung der Polizei. Auch die Aussagen weiterer Polizeibeamter belegen die - im Vergleich zu Deutschland - extrem zentralisierten und abgeschotteten Strukturen der französischen Polizei.






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