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29/06/09

Unser Weg ist der Beste

Ein Film von Claude Miller


Sommer 1960: Marc und Philippe arbeiten als Betreuer in einem Ferienlager in der Auvergne. Die beiden jungen Männer sind völlig unterschiedliche Persönlichkeiten. Als der offensive Marc zufällig Philippes heimliche homosexuelle Neigung entdeckt, gibt ihm das die Möglichkeit, den stillen jungen Mann zu drangsalieren.

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Eine Gruppe Jugendlicher und ein Ferienlager in der Auvergne bilden die Szenerie für eine Begegnung, die zum Duell wird. Marc und Philippe arbeiten hier als Betreuer. Marc erweckt den Eindruck eines Machos ohne Probleme, Philippe dagegen ist ein Denker, still und geheimnisvoll. Das Aufeinandertreffen zweier so unterschiedlicher Persönlichkeiten führt unweigerlich zu Spannungen.

In der gewollt lockeren, ausgelassenen Atmosphäre des Feriencamps werden sich die beiden gegenseitig unerbittlich nachspionieren, fürchten und verfolgen. Als der dominante Marc zufällig Philippes uneingestandene Homosexualität entdeckt, sieht er endgültig seine Chance gekommen, den anderen zu demütigen.

Nach wochenlangem Leiden beschließt Philippe, sich aus seiner Abhängigkeit zu befreien, indem er seine homosexuelle Neigung publik macht. So wird seine angebliche Schwäche zu einer Stärke. Für das Abschlussfest der Ferienkolonie kostümiert er sich als Frau. Der Skandal macht dem Fest ein Ende.

Mit seinem Spielfilmdebüt "Unser Weg ist der beste" verarbeitete Regisseur Claude Miller ("Das freche Mädchen", "Die kleine Diebin") eigene Erlebnisse und Empfindungen aus seiner Jugendzeit: "Noch ein autobiografischer Erstlingsfilm. Dennoch bin ich weder Philippe noch Marc. Ihr Aufeinanderprallen wollte ich tragikomisch, lächerlich und aussichtslos darstellen. Die Art dieser Konfrontation schien es zu sein, die einen im Alter von 20 Jahren zum Handeln, Lachen, Leiden und Ersticken bringt. Ich dachte, dass ich davon mit Genauigkeit und ohne mich zu irren erzählen können würde, und es lieben würde, davon zu erzählen ... ", so der Regisseur Claude Miller.

Miller wurde durch die Lektüre eines Buches über den schwedischen Regisseur Ingmar Bergman zu seinem Film angeregt. Bergman spricht über Demütigung in der Kindheit, ein zentrales Thema seiner Filme. Claude Miller rief diese Situationen in Erinnerung, die er schon immer im Film beschreiben wollte, zum Beispiel die verdrängte Erinnerung seines eigenen Aufenthalts in einem Ferienlager. "Ich hatte ein altes Monster wieder ausgegraben und wusste nun, dass dieses Kinderunglück eine entscheidende Rolle bei den schmerzvollsten Momenten meiner Jugend gespielt hatte", so Claude Miller.

Unser Weg ist der Beste
Montag 29. Juni 2009 um 21.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 1975, 82mn)
ARTE F

Erstellt: 19-06-09
Letzte Änderung: 29-06-09