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Der Zweite Weltkrieg und die US-Army

The War: Wie haben Amerikaner den Krieg erlebt, wie empfanden Deutsche und Franzosen die Ankunft der Amerikaner?

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Der Zweite Weltkrieg und die US-Army

The War: Wie haben Amerikaner den Krieg erlebt, wie empfanden Deutsche und Franzosen die Ankunft der Amerikaner?

Der Zweite Weltkrieg und die US-Army

Mittwoch 30.12.096 um 21.50 Uhr - 08/02/10

Unsere Söhne, Stolz der Nation

The War (7)




© U.S. National Archives and Records Administration
Im Frühjahr 1944 verdichten sich die Anzeichen, dass ein großer Schlag gegen Hitler-Deutschland bevorsteht. „Wir bekamen alle 10 Tage Heimaturlaub, um noch einmal nach Hause zu gehen. Das war ungefähr Mitte April 1944. Ich ging also nach Hause zu meinen Eltern und meinen Geschwistern. Es waren keine unbeschwerten Tage, denn ich wusste – ich hatte den Befehl erhalten, nach Europa zu gehen – ich wusste, dass wir diese Luftangriffe über Europa fliegen würden. [...] und am Bahnhof nahm ich meine Schwester beiseite und erzählte ihr von meinem Befehl und dass die Chancen, dass ich getötet werden würde, ziemlich gut standen. Ich sagte, dass sie sich dessen bewusst sein sollte und dass sie sich darauf einstellen sollte, meinen Eltern beizustehen“ so Quentin Aanenson aus Luverne.

Am 6. Juni 1944 ist es dann soweit – mit der Landung von eineinhalb Millionen Alliierten in der Normandie beginnt die größte Invasion in der Geschichte der Menschheit. Kurz nach Mitternacht werden 24.000 Fallschirmjäger hinter den feindlichen Linien abgeworfen. Unter ihnen Dwain Luce aus Mobile: „Wir hatten schon gekämpft und wussten, was auf uns zukam. Aber wir wussten auch, dass das der big bang war, und es war irgendwie, sagen wir, unheimlich und furchterregend.“ In den frühen Morgenstunden landen außerdem Hunderttausende von Soldaten, unter ihnen Joseph Vaghi, für den es der erste Kampfeinsatz sein sollte. Er gehört zu den wenigen, die die Landung am sogenannten Küstenabschnitt Ohama-Beach überlebten, wo die deutsche Wehrmacht die alliierten Streitkräfte fast gänzlich dezimierte.

Erst nach Stunden blutiger Kämpfe gelingt es den Allliierten eine 45-Meilen-Bresche in Hitlers berühmten Atlantik-Wall zu schlagen. 150.000 alliierte Soldaten landen bis zum Ende des Tages auf französischem Boden. Doch die Verluste sind enorm. Für die USA sollte der 6. Juni 1944 der blutigste Tag in der Geschichte der Vereinigten Staaten seit dem Bürgerkrieg werden. In den USA verbreitet sich die Nachricht vom lang erwarteten D-Day in Windeseile. In den Zeitungen und Radios gibt es kein anderes Thema mehr. Doch die grausamen Details werden der Bevölkerung verschwiegen. In Philadelphia läuten seit über hundert Jahren zum ersten Mal wieder die Freiheitsglocken. Die New Yorker Börse unterbricht ihr Geschäft und legt zwei Schweigeminuten ein, in den Fabriken legen die Arbeiter ihre Arbeit nieder. Und alle beten für ihre Jungs, auf die sie so stolz sind.


Juni 1944 - August 1944



Erstellt: 22-02-08
Letzte Änderung: 08-02-10