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Am 6. Juni 1944 ist es dann soweit – mit der Landung von eineinhalb Millionen Alliierten in der Normandie beginnt die größte Invasion in der Geschichte der Menschheit. Kurz nach Mitternacht werden 24.000 Fallschirmjäger hinter den feindlichen Linien abgeworfen. Unter ihnen Dwain Luce aus Mobile: „Wir hatten schon gekämpft und wussten, was auf uns zukam. Aber wir wussten auch, dass das der big bang war, und es war irgendwie, sagen wir, unheimlich und furchterregend.“ In den frühen Morgenstunden landen außerdem Hunderttausende von Soldaten, unter ihnen Joseph Vaghi, für den es der erste Kampfeinsatz sein sollte. Er gehört zu den wenigen, die die Landung am sogenannten Küstenabschnitt Ohama-Beach überlebten, wo die deutsche Wehrmacht die alliierten Streitkräfte fast gänzlich dezimierte.
Erst nach Stunden blutiger Kämpfe gelingt es den Allliierten eine 45-Meilen-Bresche in Hitlers berühmten Atlantik-Wall zu schlagen. 150.000 alliierte Soldaten landen bis zum Ende des Tages auf französischem Boden. Doch die Verluste sind enorm. Für die USA sollte der 6. Juni 1944 der blutigste Tag in der Geschichte der Vereinigten Staaten seit dem Bürgerkrieg werden. In den USA verbreitet sich die Nachricht vom lang erwarteten D-Day in Windeseile. In den Zeitungen und Radios gibt es kein anderes Thema mehr. Doch die grausamen Details werden der Bevölkerung verschwiegen. In Philadelphia läuten seit über hundert Jahren zum ersten Mal wieder die Freiheitsglocken. Die New Yorker Börse unterbricht ihr Geschäft und legt zwei Schweigeminuten ein, in den Fabriken legen die Arbeiter ihre Arbeit nieder. Und alle beten für ihre Jungs, auf die sie so stolz sind.
Juni 1944 - August 1944







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