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Languis
„The Four Walls“
Plug Research
www.plugresearch.com
Der Crossover von Elektro/Akustik und einer fließenden Bassstimme, aber flüssigen Stimme kann durchaus schöne Kompositionen ergeben. Dazu zählen die einfühlsamen und tiefgründigen Stücke des Duos Languis aus Los Angeles.
Languis, das sind Marcos Chloca und Alejandro Cohen, zwei Argentinier, die es nach Los Angeles verschlagen hat, wo das Label Plug Research angesiedelt ist, bei dem sie ihr neues Album „The Four Walls“ eingespielt haben. Auf ihrem musikalischen Weg nach LA begegneten sie so bedeutenden künstlerischen Persönlichkeiten wie Mouse On Mars und Arab Strap, einer Band mit einem ähnlichen musikalischen Ansatz.
Languis verwendet dieselbe Ausdrucksweise wie Tarwater und auch Kraftwerk, die oft zitiert werden, zum Beispiel am Anfang von „Never Now“ auf „The Four Walls“. Die beiden Mitglieder von Languis sind ehemalige Fans der Sixties (was man von Zeit zu Zeit heraushört, insbesondere am poppigen Beginn von „Constellations“ und in der Ballade „Side Of The Road“), tendieren aber eher zur düsteren Seite der 80er. Ihre dumpfe und melancholische elektronische Musik hat bisweilen Anklänge von New Order. Der Titel „Even When You Sleep“, im Stil von My Bloody Valentine, hätte durchaus in den Soundtrack von „Lost In Translation“ gepasst. Auch „Constellations“ (der Titel könnte nicht besser gewählt sein) erinnert ans Kino: jazz/ambient/retro-futuristischer Soundtrack für eine kleine Odyssee im Weltraum. Auf der melancholischen Platte sind 80er- und 90er-Jahre vereint.
Emmanuel Dosda
Erstellt: 10-06-04
Letzte Änderung: 16-03-04