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Tracks, das Magazin für Popkultur ! Themenvorschau und Archiv, Bonusmaterial und Links zu den Themen der Sendungen.
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Ausstrahlung am Freitag, den 02. Mai 2003 um 19.00 Uhr
Redaktion: ZDF
Visions - Die 49. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen
Es ist wieder soweit. Die 49. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen gehen über die Leinwand. 3661 Filme aus 37 Ländern wurden eingereicht. Aus Deutschland alleine über 1000 Stück. Der Trend in diesem Jahr: Das Verschwimmen der Grenzen von erzählenden und künstlerischen Formen.
Lars-Henrik Gass, Festival-Leiter

Ich finde, dass heute Festivals das angemessene Forum sind für Filme überhaupt, denn dort kann eine gesellschaftliche Kommunikation über die Filme und die darin aufgeworfenen Fragen stattfinden, die traditionellerweise im Kino stattgefunden hat, und von daher halte ich Festivals für eine wirtschaftlich sinnvolle und im übrigen vollkommen angemessene Weise, sich heute Filme zu betrachten.
Aus Hamburg kommt das Regie-Team Tatjana Sarah Greiner und Tim Albert Voss. Sie sind für ihren Film "Der warme qm #3" nominiert.
Tim Voss, Regisseur
Oberhausen ist ja eigentlich in der Tradition richtig Experimentalfilm-Festival. Der Experimentalfilm hat ja zugunsten von inszenierten Spielfilmen auf einmal gewechselt. Von diesen 1000 Einreichungen will der ganz große Teil erzählen.
Eine Story will auch die junge Regisseurin Katja Fredriksen in ihrem Werk "Sommerhitze" erzählen. "Sommerhitze" ist die episodenhaft erzählte Geschichte mehrerer Bewohner einer Kleinstadt zur Zeit der Sommerferien.
Das Festivalpublikum darf in den 6 Tagen mit vielen Film-Überraschungen rechnen. Für viel Aufregung im Vorfeld sorgte, dass die Veranstalter Regierungsvertreter und Botschafter von Staaten ausluden, die den Irakkrieg befürworten.
Lars-Henrik Gass, Festival-Leiter
Wir verstehen uns nicht nur als eine Abspielfläche für bestimmte politische Inhalte, sondern unser ganzes Tun ist auch selbst politisch. In diesem Sinne hatten wir uns dazu entschlossen, ein Zeichen zu setzen und Regierungsvertreter, die einen Krieg führen, nicht dazu einzuladen, in Vertretung von Filmemachern und Filmemacherinnen Preise entgegenzunehmen, wie es in den Vorjahren immer der Fall war.
Wer den Preis für das beste deutsche Musikvideo überreicht bekommt, ist noch nicht raus. Im Rennen sind unter anderem Alter Ego mit dem Song "Betty Ford". Der schräge Clip "Club der schönen Mütter" der Band Fehlfarben überzeugt durch Witz und besonders durch den Charme der Clipkanal-Moderatorin Charlotte Roche.
Gute Chancen kann sich auch der Film "Paralleluniversen" ausrechnen - ein Film über eine Sternwarte mitten in einer chilenischen Wüste. "Paralleluniversen" entstand als Abschlussfilm des Studiums der beiden Regisseurinnen Carolin Schmitz und Heike Mutter.
Lars-Henrik Gass, Festival-Leiter
An dem Film 'Paralleluniversen', der in diesem Jahr sowohl im deutschen als auch im internationalen Wettbewerb programmiert ist, kann man sehr gut sehen, wie sich die dokumentarische Form wandelt und wie die Filmemacherinnen seit einiger Zeit sehr stark an dieser Fortentwicklung der dokumentarischen Form arbeiten. Das heißt, dass sowohl fiktionale Elemente des Alltags aufgespürt werden, als auch Fragen gestellt werden, die weit hinaus gehen über das, was man normalerweise im Dokumentarfilm gewohnt ist.
Erstellt: 27-05-04
Letzte Änderung: 30-04-03