Seit fünf Jahrzehnten gilt Daniel Barenboim als einer der weltweit bedeutendsten Musiker. Der Film zeigt die Vielseitigkeit des Musikers, der seit Jahren zugleich das Chicago Symphony Orchestra und die Staatskapelle Berlin als Chefdirigent leitet, regelmäßig als Pianist konzertiert und mitunter spontan in einem Jachtclub in Buenos Aires Tango spielt. Barenboim ist zu erleben, wie er junge Musiker unterrichtet und wie er das von ihm gegründete West-Östliche-Diwan-Orchester führt, das aus arabischen, palästinensischen und jüdischen Musikern besteht. Seine unkonventionelle Haltung gegenüber der Lage im Mittleren Osten und seine Freundschaft zu dem palästinensischen Schriftsteller Edward Said führten auch zu Konzerten an der palästinensischen Birzeit-Universität in der West Bank. 1942 als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer in Buenos Aires geboren, kehrte Barenboims Familie 1951 nach Europa zurück, um sich nur ein Jahr später in Israel niederzulassen. Den ersten Klavierunterricht bekam Barenboim von seinen Eltern. Als Siebenjähriger gab er mit Beethoven-Sonaten sein Debüt. In den 50er Jahren folgten erste Konzerte in Paris, London und New York. Dirigieren studierte Barenboim bei Igor Markevitch in Salzburg, Komposition bei der Zentralfigur des Neuen Klassizismus in Frankreich, Nadja Boulanger. Ab 1967 trat er zunehmend auch als Dirigent in Erscheinung. 1989 legte er die Leitung des Orchestre de Paris nieder, die er 1975 von Sir Georg Solti übernommen hatte, um an die neue Opéra de Paris zu gehen. 1991 wurde Barenboim Chef des Chicago Symphony Orchestra, 1992 zugleich Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin."Von der Vielfalt des Seins" ist ein Film über Musik, über das Musizieren und über einen bemerkenswerten Musiker.
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Von der Vielfalt des Seins
Begegnungen mit Daniel Barenboim
Sonntag, den 14. August um 23.55 Uhr
Dokumentation, Deutschland 2001, 59 Min.
Originalfassung mit Untertiteln, RBB
Regie: Paul Smaczny






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