Wenn unser Körper gegen Erkältungen kämpft, steigt auch die Temperatur. Je länger das Fieber jedoch andauert, umso mehr belastet es den Körper. Ein simples altes Hausmittel, mit dem die Temperatur gesenkt werden kann, ist der Wadenwickel. Bei einem Wadenwickel sollten Sie Folgendes beachten:
- Nicht die kalten, sondern handwarme Wadenwickel senken das Fieber, denn bei einem zu starken Kältereiz produziert der Körper noch mehr Wärme. Deshalb liegt die Wassertemperatur am besten bei etwa 30 Grad Celsius. Es reicht aus, wenn die Körpertemperatur durch die Wickel um 1 Grad sinkt, denn sonst wird der Kreislauf zu sehr belastet.
- Bei Fieber sind Hände und Füße oft schlecht durchblutet und kalt. Der Körper reagiert jedoch nur dann optimal auf die Wickel, wenn die Blutzirkulation richtig funktioniert. Deshalb müssen Finger und Zehen vorher unbedingt warm gerubbelt werden.
- Der Wickel wird ausgewrungen und von den Fußgelenken bis zu den Kniekehlen um das Bein gewickelt. Wichtig: Nicht zu fest wickeln, sonst wird die Blutzufuhr gestört. Damit die kühle Nässe intensiver auf die Haut wirken kann, wird das Ganze anschließend mit einem trockenen Handtuch abgedeckt.
- Nasse Wickel funktionieren durch Verdunstungskälte. Um die Körpertemperatur erfolgreich zu reduzieren, sollten die Wadenwickel in regelmäßigen Abständen – alle 10 bis 15 Minuten – erneuert werden.
Warmes Bier als Hausmittel gegen Erkältung
Wer hustet, niest und fröstelt, hat vermutlich wenig Lust auf ein kaltes Bier. Doch gilt warmes Bier ebenfalls als Hausmittel bei Erkältungen. Welche der über 2.000 bekannten Inhaltsstoffe des Biers sind es aber, die uns helfen, schneller gesund zu werden? Die Hopfenzapfen enthalten ätherische Öle und Bitterstoffe, die einen stark beruhigenden und schlaffördernden Effekt haben. Außerdem wirken die Bitterstoffe antibakteriell und bekämpfen Krankheitserreger, auch die einer Erkältung. Beim Brauen gehen diese Hopfenbitterstoffe ins Bier über. Getreide enthält vor allem B-Vitamine. Sie sind für unseren Stoffwechsel unerlässlich und stärken die Nerven. Bevor das Korn zu Malz umgewandelt wird, lässt man es keimen. Dadurch steigt der Vitamingehalt noch an. Im Weizen steckt außerdem Zink, ein Spurenelement, das unser Immunsystem stärkt und so vor Erkältungen schützt. Auch in der Bierhefe sind reichlich dieser gesunden B-Vitamine enthalten.
Warum ausgerechnet warmes Bier? Die Wärme ist wichtig, denn sie fördert Heilprozesse und lässt das Bier effektiver wirken. Warm bedeutet allerdings nicht heiß, denn bei über 40 Grad Celsius werden die wertvollen Inhaltstoffe zerstört. Das warme Bier wird in kleinen Schlucken getrunken. Die Wärme verstärkt die schmerzlindernde Wirkung des Hopfens. Warmes Bier macht angenehm müde, der Körper beginnt zu schwitzen und scheidet Schlacken und Giftstoffe schneller aus.
Aber Vorsicht: Bier enthält immerhin fast 5 Prozent Alkohol und zu viel davon schwächt das Immunsystem. Ein Kinderrezept ist das warme Bier daher nicht!
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HIPPOKRATES - Gesundheitsmagazin
Dienstag, 21. Dezember 2004 um 14.45 und 18.15 Uhr
Redaktion: Heidemarie Petters
Koproduktion ZDF-ARTE G.E.I.E.






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