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10/03/09

Was ist die Scharia?

Die Scharia ist das vom Koran übermittelte islamische Recht. Ihr Name kommt vom arabischen "shar" oder "sharî'a", "Weg" oder "klarer Pfad". Sie beruft sich auf zwei Quellen: den Koran und die Sunna, die Überlieferung dessen, was der Prophet Mohammed im sechsten Jahrhundert beispielhaft vorlebte.

Das islamische Recht gilt heute für alle Angehörige des Islam in muslimischen Staaten. 2006 betrug die Zahl der Muslime weltweit 1,3 Milliarden. Für den gläubigen Moslem ist die Scharia verbindlich, weil sie den Willen Gottes verkörpert.

Was regelt die Scharia?
Die Scharia regelt das religiöse, politische und soziale Leben der muslimischen Bürger. Nie explizit in einem kanonischen Gesetzestext niedergelegt, ist sie als eine von allen Muslimen geteilte Überzeugung zu verstehen.
Derzeit wenden mehr als 50 Staaten in der Welt die Scharia an oder inspirieren sich an ihr. Sie wurde in zahlreichen Reformen an die Entwicklung der Gesellschaft angepasst, etwa im Hinblick auf die körperliche Züchtigung. Ein grundlegendes Prinzip blieb dabei aber immer unangetastet: das Patriarchat, die Vorherrschaft des Mannes.

Carine Feix

Erstellt: 03-03-09
Letzte Änderung: 10-03-09